„Das macht Lust auf mehr.“ Wenn schon die Altvorderen des VfL Sindelfingen – ehemalige Spieler wie auch langjährige Fans – mit der Zunge schnalzen, muss rund ums Floschenstadion einiges richtig laufen. Den 3:1-Auftaktsieg beim TSV Weilimdorf bestätigten die Sindelfinger vor eigenem Publikum mit einem souveränen 4:1-Erfolg gegen den SV Waldhausen. „Das war schön anzuschauen“, sagte Thomas Siegmund.
Den Ball versucht der VfL-Coach trotzdem flach zu halten. „Es sind erst zwei Spiele absolviert.“ Nichtsdestotrotz: Das Spiel der Sindelfinger wirkt deutlich durchdachter und gelegentliche Rückschläge – so geschehen auch gegen Waldhausen – werfen die Siegmund-Elf nicht mehr aus der Bahn. „Mir gefällt, wie reif die Jungs das schon spielen.“
Die neue Stärke
Eine neue Stärke scheinen auch die Zeitpunkte zu sein, zu denen die Sindelfinger ihre Tore erzielen. Filippo Intemperante in der 13. Minute und Max Horn in der 30. Minute schossen den VfL zur 2:0-Pausenführung. „Eigentlich atypisch, wie wir die beiden Tore erzielen“, lobte Thomas Siegmund die scharfen Flanken genauso wie auch die „gute Boxbesetzung“.
Nach Wiederanpfiff zog der ansonsten starke Bjarne Hamann Tim Eckstein ungestüm das Standbein weg, was Schiedsrichter Maximilian Hügel (SSV Reutlingen) mit einem Strafstoß ahndete. Der gefoulte SVW-Stürmer schnappte sich den Ball und verkürzte auf 1:2 aus Sicht der Gäste. „Das Erfreuliche ist, dass wir trotz des Anschlusstreffers nicht den Kopf verloren haben“, sagt Thomas Siegmund.
Ein paar Minuten wankte seine Elf – und schlug dann im Stile einer Spitzenmannschaft zurück. Artan Ademi jagte den Ball in den Winkel, Agim Deskaj machte den Deckel drauf. „Wir haben jetzt sieben Tore erzielt – von sieben verschiedenen Torschützen“, hat Thomas Siegmund eine neue Qualität seines Teams ausgemacht. „Wir sind nicht mehr ganz so leicht auszurechnen.“
VfL Sindelfingen – SV Waldhausen 4:1
Tore: 1:0 Intemperante (13.), 2:0 Horn (30.), 2:1 Eckstein (50., Foulelfmeter), 3:1 Ademi (65.), 4:1 Deskaj (69.). Zuschauer: 200.
VfL Sindelfingen: Zivny, Arellano Torres, Hamann, Kotecki, Calemba (77. Semeraro), Kubitzsch, Dreshaj (44. Bahadir), Gamuzza, Ademi (83. Dreher), Intemperante (66. Deskaj), Horn (83. Gashi)
Bild: Photostampe
Quelle: Sindelfinger Zeitung/ Böblinger Zeitung online