Handball: Die HSG Schönbuch und die Sehnsucht nach den Bösis

Mit neuem Trainer, Tempo und großen Zielen startet die HSG in die Runde.

 

Bei der HSG Schönbuch hat eine neue Ära begonnen. Nach zuvor acht Jahren unter Holger Breitenbacher geht der Landesligist mit einer großen Veränderung in die am Samstag beginnende Runde. Timo Wolf, lange Jahre Spieler unter seinem Vorgänger sowie einst auch beim Drittligisten VfL Pfullingen am Ball, ist der neue starke Mann auf der Schönbucher Kommandobrücke. Als spielender Co-Trainer ist Janek Förch, ebenfalls viele Jahre Seite an Seite mit Timo Wolf, von der SG H2Ku Herrenberg zur HSG Schönbuch zurückgekehrt.

Das neue Gespann geht das Abenteuer mit großer Euphorie an. Das vor allem deswegen, weil die Vorbereitung „nahezu perfekt“ verlaufen ist. „Fast durchgehend hatte ich den kompletten Kader zur Verfügung, immer mindestens zwölf Spieler“, bestätigt Timo Wolf. „Deshalb kann ich sagen, dass wir bereit sind.“ Dazu trug auch eine Umstellung des Trainings bei. Anstatt zwei Einheiten lud Timo Wolf dreimal ins Training und darüber hinaus einmal zu einer Athletikeinheit. „Die Jungs haben Zeit investiert, nach anfänglichen Zweifeln aber voll mitgezogen und sehen nun das Ergebnis. Sie gehen topfit in die Saison und können 60 Minuten Tempo gehen.“

 

Zum Auftakt hat Wolf die Qual der Wahl

All die guten Eindrücke gelte es nun aber auch unter dem Druck des Punktspielbetriebs unter Beweis zu stellen. Beim TSV Schmiden 2 stehen die Schönbucher am Samstagabend um 20 Uhr erstmals auf dem Prüfstand. Dabei kann Timo Wolf auf all seine Spieler zurückgreifen. „Ich habe die Qual der Wahl, das war in der jüngeren Vergangenheit bei der HSG nur selten der Fall.“

Die Rückrunde der vergangenen Runde zeigte bereits, welches Potenzial rund um die Holzgerlinger Schönbuchsporthalle und das Weiler Sportzentrum in Weil im Schönbuch schlummert. Als drittbestes Team des zweiten Saisonteils nimmt die HSG mit Schwung die neue Runde in Angriff und will mit dem Abstiegskampf gar nichts zu tun haben. „Wir peilen mal die Top fünf an“, stuft Timo Wolf seine Mannschaft knapp unter den Titelkandidaten ein. „Wir wollen den nächsten Schritt nach oben tun und dann in der Saison drauf oben angreifen.“

Die Sehnsucht nach der Verbandsliga und den Derbys gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen ist auch beim Schönbucher Trainer groß. Auch weil man am Dienstag noch das letzte Testspiel gegeneinander absolviert hat. „Ich vermisse die Duelle gegen die Bösis vor rappelvollem Haus.“ Ohnehin gelte es, die Zuschauer zurückzugewinnen. „Dafür müssen wir unsere beiden Sporthallen wieder zu Festungen machen“, weiß der Schönbuch-Coach nur allzu gut, dass Siege vor eigenem Publikum die Basis dafür sind.

 

Bild: Timo Wolf, hier noch als Spieler, peilt mit Schönbuch die Top fünf an.

Bild: Eibner-Pressefoto/ Nina Sander

Quelle: Sindelfinger Zeitung/ Böblinger Zeitung online