Mit fast unverändertem Kader und viel Vorfreude geht die neue Trainerin der Bösis in ihre erste Oberliga-Saison.
Was bei den Männern klappt, kann bei den Frauen ja nicht falsch sein: Bei der HSG Böblingen/Sindelfingen haben am Ende der vergangenen Runde die jeweiligen Cheftrainer – Marco Cece bei den Verbandsliga-Handballern, Mischa Herok bei den Oberliga-Handballerinnen – ihre Ämter niedergelegt, an ihre bisherigen Co-Trainer weitergegeben und sind als Sportliche Leiter an Bord geblieben. Während Vito Cece nun bei den Handballern das Zepter schwingt, hat bei den Frauen Sarah Wild das sportliche Sagen.
Keine auswärtigen Neuzugänge
Ihre erste Saison als Coach im Aktivenbereich hat die langjährige Juniorinnen-Landestrainerin des Baden-Württembergischen Handballverbands (BWHV) mit großem Elan in Angriff genommen. In der vorletzten Saison hatte Sarah Wild selbst noch sporadisch mitgespielt und Mischa Herok bei den Trainingseinheiten unterstützt. In der abgelaufenen Runde fungierte die 32-Jährige dann als offizielle Co-Trainerin. „Und jetzt bin ich richtig heiß auf die neue Aufgabe“, freut sich Sarah Wild, sich endlich dem Wettkampf um Punkte stellen zu können. „Im Grunde ist es aber ein weicher Übergang, da ich die Mädels kenne und sie mich auch.“ Zum Saisonauftakt empfängt die HSG am Samstag um 17.30 Uhr in der Böblinger Murkenbachhalle die TSG Wiesloch.
Die dritte Oberligasaison der Bösis in Folge geht Sarah Wild mit fast unverändertem Kader an. Die Abgänge von Svenja Hille und Lena Zeller wurden lediglich mit Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft aufgefangen – Patricia Golasch und Chloé Bohner rücken in die Erste auf. „Leider haben all die Gespräche mit auswärtigen Spielerinnen keine davon überzeugt, zu uns zu wechseln. In dieser Hinsicht hatten wir in den vergangenen Jahren Glück, dieses Mal eben nicht.“
Wild verzichtet auf konkrete Zielsetzung
Große Sorgen macht sich die HSG-Trainerin deshalb aber nicht. Das Gerüst des Teams ist stabil und seit Jahren gewachsen. Ob man Tabellenplatz drei verteidigen oder verbessern könne, will Sarah Wild weder bestätigen noch verneinen. „Wir gehen mit Zielen vorsichtig um, da wir zwei Führungsspielerinnen verloren haben, die nicht ganz so einfach zu ersetzen sind.“ Das Vertrauen in ihre Schützlinge ist trotzdem unerschütterlich – auch weil in Sophie Hilf und Kira Stoll zwei Langzeitverletzte nun wieder voll belastbar sind. „Das ist insgesamt eine richtig tolle Truppe. Die Mädels sind hungrig, willig und mutig, ich freue mich auf jedes einzelne Training. Und nun auch darauf, dass es endlich losgeht.“
Bild: Sarah Wild will nach dem Abgang von zwei Führungsspielerinnen keine forschen Ziele benennen.
Bild: Eibner-Pressefoto/Daniele La Rocca
Quelle: Sindelfinger Zeitung/ Böblinger Zeitung online