Die HSG Böblingen/Sindelfingen holt beim TuS Ottenheim ein 31:31-Unentschieden.
Ein Anfang ist getan, die Handballerinnen der HSG Böblingen/Sindelfingen haben ihren ersten Zähler in dieser Saison eingefahren. Beim TuS Ottenheim erkämpfte sich die Mannschaft von Sarah Wild ein 31:31-Unentschieden, was sich nach zuvor drei Niederlagen wie ein Befreiungsschlag anfühlte. „Das war der erste Schritt in die richtige Richtung“, war die HSG-Trainerin erleichtert.
Starker Beginn
Und dennoch trauerte Sarah Wild einem möglichen Sieg hinterher. „Nach dem bisherigen Saisonverlauf ist das ein gewonnener Punkt, nach dem Spielverlauf heute eher nicht.“ Über weite Strecken der Partie waren die Gäste nämlich am Drücker, so unter anderem gleich zu Spielbeginn. Julia Stauder markierte nach acht Minute das 6:2 aus Sicht der Bösis. „Wir hatten fast alles unter Kontrolle“, erkannte Sarah Wild bereits früh nur ein Problem – Ottenheims Alica Burgert, die die Partie mit elf Treffern beendete. „Sie haben wir über das gesamte Spiel nicht in den Griff bekommen.“
Die Rückraumspielerin des TuS hielt ihre Mannschaft nahezu im Alleingang in der Partie und war auch maßgeblich daran beteiligt, dass sich die Gastgeberinnen bis zur Pause auf 13:13 heranrobbten. Nach dem Seitenwechsel setzte sich der Abnutzungskampf fort. Die Führung wechselte in der Folge hin und her und betrug auch nicht mehr als zwei Tore. Die Fahne der ersatzgeschwächten HSG hielten vor allem Sophie Hilf und Janina Schandl hoch. Als Sophie Hilf in der 55. Minute auf 29:27 aus Gäste-Sicht stellte und Janina Schandl eine Minute später das 30:28 erzielte, schien der erste Sieg zum Greifen nahe.
Am Ende fehlen die Körner
Das Fehlen einiger Stammkräfte – Mascha Heiser konnte krankheitsbedingt nur ein paar Minuten mitwirken – machte sich in der Schlussphase aber deutlich bemerkbar. Trotz einer Zeitstrafe gegen TuS-Akteurin Nadine Makelko wendeten die Gastgeberinnen mit zwei verwandelten Siebenmetern das Blatt und lagen ihrerseits bis 22 Sekunden vor der Schlusssirene mit 31:30 vorne. Ein Treffer von Lea Matziol sowie ein konsequent verteidigter letzter Angriff Ottenheims bescherten der HSG letztlich doch noch einen Zähler.
„Am Ende sind uns leider etwas die Kräfte ausgegangen“, räumte Sarah Wild ein, nahm ihre Schützlinge dabei aber demonstrativ in Schutz. „Es ging einfach nicht mehr. Sophie zum Beispiel hat einiges einstecken müssen und trotzdem dagegengehalten solange es eben möglich war. Den einen Punkt haben wir uns verdient, und er ist auch im Hinblick auf das nun folgende Derby gegen Leonberg unglaublich wichtig.“
HSG Böblingen/Sindelfingen: Kilper, Hagenlocher (beide im Tor); Golasch (1 Tor), Mayer (1), Heiser, Münch (4), Lea Frommer, Stauder (2), Hilf (10), Chloé Bohner (2), Schandl (7), Matziol (4/davon 2 Siebenmeter).
Bild: Trainerin Sarah Wild und die HSG Böblingen/Sindelfingen freuen sich nun auf das Derby gegen Leonberg.
Bild: Stampe
Quelle: Sindelfinger Zeitung/ Böblinger Zeitung online