„Wir hätten den Vorsprung ins Ziel bringen müssen“, ärgerte sich der Sindelfinger Trainer Thomas Siegmund über den späten Punktverlust. Denn sein Team hatte in den über 90 Minuten davor alles dafür getan, um den beiden Auftaktsiegen einen dritten folgen zu lassen. „Es gab zwar auch Phasen, in denen wir nicht gut waren, aber wir haben uns ausreichend Möglichkeiten herausgespielt, um hier als Sieger vom Platz zu gehen“, konstatierte Thomas Siegmund. Tahir Bahadir scheiterte bereits in der ersten Minute an Dorfmerkingens Torwart Timo Hirschmann, Sturmpartner Max Horn verpasste ebenfalls zweimal das mögliche 1:0.
Starke Anfangsphase
Der VfL spielte in der Anfangsviertelstunde wie aus einem Guss und belohnte sich folgerichtig in der 15. Minute auch mit dem Führungstreffer. Max Horn bediente Tahir Bahadir, der aus kurzer Distanz keine Mühe hatte, auf 1:0 zu stellen. Zur Pause blieb es bei diesem dünnen Vorsprung – auch weil die Sindelfinger eine Handvoll weiterer guter Torchancen nicht nutzen konnten. „Zur Pause muss es wenigstens 2:0 für uns stehen“, monierte Thomas Siegmund den Chancenwucher seiner Elf.
Die blieb nach Wiederanpfiff weiterhin am Drücker und hatte nicht nur bei weiteren Möglichkeiten Pech, sondern auch bei zwei Szenen im Dorfmerkinger Strafraum, die nach Meinung des VfL-Trainers jeweils einen Strafstoßpfiff nach sich ziehen hätten müssen. Nun aber machten die Gäste den Fehler, sich auf gegenseitige Scharmützel mit den Hausherren einzulassen. „Wir haben dadurch immer wieder den Fokus verloren“, ärgerte sich Thomas Siegmund über den unnötigen 1:1-Ausgleich durch Lennart Ochs in der 69. Minute.
Hektische Schlussphase
Danach aber waren wieder seine Mannen am Drücker. Als Max Horn eine punktgenaue Flanke von Oliab Calemba in der 81. Minute per Kopf in die Maschen drückte, wähnten sich die Sindelfinger am Ziel. In einer hektischen Schlussphase offenbarten die Gäste aber wieder die Schwächen aus der vergangenen Saison – vor allem die bei ruhenden Bällen des Gegners. Wie schon beim 1:1 ging auch dem 2:2 von Flavio Herzberger tief in der Nachspielzeit ein Eckball voraus. „Wir sind leider wieder in alte Muster verfallen“, schloss Thomas Siegmund enttäuscht.
VfL Sindelfingen: Zivny, Calemba, Hamann, Kotecki (82. Stöckle), Semeraro (46. Dreher), Arellano Torres, Gamuzza (74. Dreshaj), Ademi (74. Gashi), Intemperante (46. Deskaj), Horn, Bahadir
Bild: Tahir Bahadir (mit Ball) brachte den VfL mit 1:0 in Dorfmerkingen in Front. Am Ende musste sich die Siegmund-Elf mit einem 2:2 begnügen.
Bild: Eibner-Pressefoto/Jani Pless
Quelle: Sindelfinger Zeitung/ Böblinger Zeitung online