Basketball: 18 Fehlwürfe vermasseln den VfL-Heimsieg

Der VfL Sindelfingen verliert gegen Kirchentellinsfurt knapp mit 76:80. Trotzdem bleibt Trainer Milton West zuversichtlich: Sein Team kann mithalten.

 

Die Basketballer des VfL Sindelfingen zahlen nach ihrem Aufstieg in die Oberliga weiterhin kräftig Lehrgeld. Durch die dritte knappe Heimniederlage – 76:80 gegen den TB Kirchentellinsfurt – verpasste das Team von Milton West nicht nur den ersten Sieg vor eigenem Publikum, sondern auch den Befreiungsschlag aus dem Tabellenkeller. Sorgen macht sich der VfL-Coach trotzdem keine. Zumindest noch nicht. „Wir können mithalten, das haben wir in vier von fünf Spielen auch unter Beweis gestellt. Wenn es uns nun auch noch gelingt, die Fehlerquote zu verringern, dann werden wir unsere Punkte holen.“

Gegen den Tabellennachbarn aus Kirchentellinsfurt erwischten die Sindelfinger aber keinen guten Start und rannten früh einem Rückstand hinterher. Das 15:22 nach dem ersten Viertel bewegte sich aber noch im Rahmen. Deutlich besser agierten die Hausherren dann im zweiten Viertel und sorgten ihrerseits mit einem 22:15 für einen 37:37-Pausenstand. Marlon Bradac und Arber Shabani übernahmen aus der Distanz Verantwortung, Marco Kayser und Antonis Sivorotka setzten unter dem Korb Akzente. Und Alexander Schiff rechtfertigte das Vertrauen seiner Mitspieler, indem er zum Topscorer avancierte. Die Hoffnungen auf den ersten Heimsieg waren nach 20 Minuten immer noch intakt. „Wir haben zwar einige Ausfälle zu beklagen, aber die Jungs, die da sind, spielen es ordentlich“, war Milton West guter Dinge.

Zwei schnelle Dreier der Gäste brachten den VfL aber wieder schnell in Rückstand. Die Hausherren wollten es mit gleicher Münze heimzahlen, aber der Dreier wollte zunächst nicht fallen. „Ein wilder Start in das dritte Viertel“, sagte Milton West, der mit personellen Wechseln gegenzusteuern versuchte. Das gelang ihm bis zum Viertelende, denn beim Stand von 55:55 ging es in den entscheidenden Spielabschnitt.

Abstiegskampf pur für den VfL

Was der Sindelfinger Trainer indes nicht korrigieren konnte, war die schwache Freiwurfquote seiner Mannschaft. Als nach 40 Minuten die Schlusssirene ertönte, hatten die Hausherren nicht nur das Spiel knapp mit 76:80 verloren, sondern blickten auch auf eine horrende Freiwurfstatistik. Lediglich 15 von 33 Versuchen landeten in der Reuse. Zum Vergleich: Kirchentellinsfurt brachte 16 seiner 24 Freiwürfe ins Ziel. Mit nur einem Sieg aus fünf Spielen steht für die VfL-Basketballer erst einmal Abstiegskampf pur an.

„Dass wir nach zuletzt zwei Aufstiegen wieder öfter auch Niederlagen kassieren werden, war uns bereits vor dem Saisonstart bewusst“, ist Milton West noch die Ruhe selbst. Sein Team stuft er als „absolut konkurrenzfähig“ ein, was die bisherigen Auftritte auch belegen. In den kommenden beiden Wochen ruht das Geschehen in der Oberliga, dann empfangen die VfL-Basketballer am 7. November das Team Urspring aus Ehingen.

VfL Sindelfingen: Alexander Schiff (17 Punkte/davon 1 Dreier), Marco Kayser (13), Marlon Bradac (12/3), Arber Shabani (12/3), Antonis Sivorotka (11/1), Julian Schenk (7/1), Ali Tomaras-Hijazi (4), Malik Dagli, Sasha Hamidi, Raffaele Pascucci.

 

Bild: Marco Kayser (am Ball) gelangen 13 Punkte gegen Kirchentellinsfurt.

Bild: Stampe

Quelle: Sindelfinger Zeitung/ Böblinger Zeitung online