Leichtathletik: So startet der VfL in die Zukunft

Wie der VfL Sindelfingen seine Säulen noch stärker macht / Serie zur Geschichte der VfL-Leichtathleten (Folge 22 und Schluss)

Die Erfolgsgeschichte der Leichtathletik-Hochburg VfL Sindelfingen dauert stattliche 100 Jahre, die große Feier soll am 23. Oktober 2021 im Glaspalast nachgeholt werden. Gleichzeitig will der VfL die Zukunft als Wettkampfveranstalter lebendig und abwechslungsreich gestalten. Hoffnungsvollen Sport- und Trainertalenten steht eine spannende Karriere bevor – so, wie Carolina Krafzik und Constantin Preis ihren Olympiatraum von Tokio mit einem Jahr Verspätung wahr machen wollen.

Mit einer langfristigen Strategie hat Abteilungsleiter Jürgen Kohler vor drei Jahren das Amt übernommen. Seine Devise: stabile Strukturen, die der Abteilung ermöglichen sich weiterzuentwickeln, eine gesunde Mischung aus Jugend- und Spitzensport, familiärer Zusammenhalt und der Erhalt einer guten Infrastruktur für Leichtathletikveranstaltungen. „Wichtig ist es mir, an den richtigen Stellen Nachwuchs zu platzieren, ob Sportler, Funktionär oder Trainer und nach außen attraktiv für Talente zu sein“, sagt Kohler.

Hoffnungsträger

Das ist gerade in den letzten Jahren gut gelungen. Mit Stefan Volzer und jüngst Eric Maihöfer und Tizian Lauria haben vielversprechende, junge Athleten den Weg nach Sindelfingen gefunden, mit Paul Specht war ein Sindelfinger Eigengewächs in der vergangenen Saison erfolgreich wie nie.

Für seinen starken Auftritt mit neuem Vereinsrekord von 30:24 Minuten beim 10-Kilometer-Straßenlauf in Berlin wurde Specht jüngst von der Organisation German Road Races als bester Nachwuchsläufer ausgezeichnet. Für Erfolge und internationale Auftritte auch im kommenden Jahr trainiert der Nachwuchsläufer aktuell hart, bis zu 120 Kilometer pro Woche stehen auf dem Trainingsplan.

In seiner Karriere will Paul Specht noch viel erleben: „Natürlich ist eine Olympiateilnahme mein großer Traum, ich wünsche mir aber auch viele schöne Trainingsjahre. In Trainingslagern und auf Wettkämpfen kommt man immer viel herum, das genieße ich sehr und will unbedingt einmal nach Kenia ins Trainingslager.“

Mit Steffen Bauer hat ein leidenschaftlicher Funktionär und ehemaliger Dreispringer den Weg in den Vorstand der Leichtathleten gefunden und wird sich um die Finanzen kümmern. Jüngst wurde Kira Lohre in den erweiterten Vorstand berufen, Ehemann Leo Lohre will dem Sindelfinger Stabhochsprung zu neuem Glanz verhelfen.

Auch die Trainerfamilie Weiser mit Mutter Corinna, Vater Eckart und Tochter Rebecca sind aus der Trainerschaft nicht mehr wegzudenken.

Mit Rebecca Weiser hat eine 24 Jahre junge, hochqualifizierte A-Trainerin vor einem Jahr den Weg nach Sindelfingen gefunden. Die Lehramtsstudentin ist aktuell Teil des Trainerteams der U16 mit Schwerpunkt im Wurfbereich. „Für mich ist es toll zu sehen, wie sich die Jugendlichen von Trainingseinheit zu Trainingseinheit steigern können. Es ist sehr zufriedenstellend, wenn sich Athleten über Jahre in ihrer Leistung und Persönlichkeit entwickeln“, sagt Rebecca Weiser.

Der Ausblick

Wenn es nach Jürgen Kohler geht, soll sich diese positive Entwicklung auch in Zukunft fortsetzen. „In zehn Jahren sehe ich uns gestärkt in allen Säulen. Wir haben für zentrale Funktionen Nachwuchs gefunden. Wir haben drei Olympische Spiele mit Sindelfinger Beteiligung erlebt und unseren Kurs mit zahlreichen Medaillen bei Deutschen Meisterschaften fortgesetzt.“ Auch auf das sanierte Floschenstadion freut sich Kohler ganz besonders, schließlich haben die Sindelfinger dann die Möglichkeit, von baden-württembergischen bis zu deutschen Juniorenmeisterschaften wieder zahlreiche Veranstaltungen auch in der Sommersaison auszutragen und sich als Veranstaltungsverein zu präsentieren.

Bild: Abteilungsleiter Jürgen Kohler und die erfolgreichen Nachwuchsathleten Paul Specht und Kim Bödi wollen den VfL Sindelfingen auf Erfolgskurs halten. Bild: Photostampe

Quelle: SZ/BZ-Online

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