Leichtathletik: Stefan Volzer stürmt zur Goldmedaille

Der Sindelfinger nimmt Revanche

Vier Mal Edelmetall haben die Leichtathleten des VfL Sindelfingen aus dem Lohrheidestadion in Wattenscheid mitgebracht.

Leichtathhletik. Zwei Meistertitel und zwei Silbermedaillen wurden bei den Süddeutschen Meisterschaften der unter 23-Jährigen von Eric Maihöfer, Stefan Volzer, Melanie Böhm und Kim Bödi errungen.

Ganz knapp die Nase vorne hatte über die 110-Meter-Hürdenstrecke Stefan Volzer. Bei den Deutschen Meisterschaften der Aktiven in Berlin hatte er sich noch mit Bronze zufriedengeben müssen, hinter seinem Altersklassen-Konkurrenten Tim Eikermann aus Leverkusen. Im Finale standen sich die beiden, privat gut befreundet, nun wieder gegenüber und lieferten sich ein spannendes Duell um den Titel. Nachdem Volzer schnell in Führung ging, kam ihm Eikermann Hürde um Hürde näher. Beide schmissen sich ins Ziel, danach herrschte Unsicherheit, wer gewonnen hatte. Nach bangen Sekunden löste die Zielauswertung auf und Stefan Volzer ballte die Fäuste. Er siegte mit guten 13,86 Sekunden, nachdem er schon im Vorlauf unter den 14 Sekunden geblieben war. „Mit dem Titel bin ich zufrieden, natürlich wollte ich mich diesmal gegen Tim durchsetzen und meinen Titel verteidigen“, sagt der Vorjahressieger.

Einen wichtigen Sieg fürs Selbstbewusstsein holte sich auch Eric Maihöfer. Nach langen Verletzungssorgen war es für den Kugelstoßer eine durchwachsene Saison. Bei den Deutschen Meisterschaften vor dem Brandenburger Tor war er mit Platz elf, vor allem aber mit seiner Leistung unzufrieden. In Wattenscheid reichte Maihöfer ein Stoß, um sich den Sieg zu sichern. Sein erster Versuch flog auf 18,42 Meter, damit setzte er sich an die Spitze der Konkurrenz. Eine Weite an der sich die restlichen Athleten die Zähne ausbissen.

Ein für sie versöhnliches Ergebnis zeigte Kim Bödi. Auch die Hindernisläuferin war mit ihrem Saisonverlauf nicht zufrieden, die Trainingsergebnisse hatten schnellere Zeiten versprochen, im Wettkampf umsetzen konnte es die 20-Jährige aber nicht. Zumal Bödi aktuell mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat und, wahrscheinlich coronabedingt unter einer eingeschränkten Lungenfunktion leidet. Im Lohrheidestadion lief sie dennoch beherzt vorne mit und sicherte sich mit gehörigem Abstand zur Konkurrenz in 10:14,49 Minuten die Silbermedaille. „Unter den Umständen bin ich super zufrieden mit dem zweiten Platz”, sagt Kim Bödi. Für sie geht es nun in die Saisonpause.

Melanie Böhm ist die vierte Medaillengewinnerin Sie lieferte sich über die 400-Meter-Hürdenstrecke ein spannendes Duell mit Gisèle Wender, in Berlin noch erste Verfolgerin von Carolina Krafzik und Überraschungs-Zweite. Das Duo enteilte dem Feld und machte den Titel unter sich aus. Hier hatte Melanie Böhm allerdings das Nachsehen. Sie lief in 57,97 Sekunden zu Silber. Platz acht im 1500-Meter-Finale der weiblichen U23 ging in 4:39,45 Minuten außerdem an Marie Weller.

Bild: Stefan Volzer auf dem Weg zur Goldmedaille. Bild: Schüttke

Quelle: SZ/BZ-Online