Nach vier Jahren ist Schluss
Der bisherige Co-Trainer folgt seinem Bruder auf der Trainerbank des Handball-Verbandsligisten.
Nach zuvor vier Jahren als Coach der HSG Böblingen/Sindelfingen – eines als Co-Trainer, drei in der Chefrolle – wird Marco Cece am Ende der aktuellen Runde sein Amt bei den Verbandsliga-Handballern niederlegen. Die Nachfolge übernimmt dessen Bruder und bisheriger Co-Trainer, Vito Cece. „Wir im Verein sind super zufrieden mit der Arbeit der beiden und hätten sehr gerne in dieser Konstellation auch weitergemacht“, kommentierte Urs Bonhage diese personelle Veränderung. „Aber Marco hat nach zuerst erfolgter Zusage doch noch zurückgezogen.“
So traurig der sportliche Leiter der HSG über den Abgang von Marco Cece auch ist, mit der zukünftigen Regelung kann er bestens leben. „An der Spielphilosophie wird sich nicht allzu viel ändern“, hat Urs Bonhage keinerlei Bedenken, dass Vito Cece der Aufgabe nicht gewachsen sei. „Vito hat einst unsere Frauen-Mannschaft trainiert, danach die Männer des Landesligisten TV Neuhausen/Erms 2, ehe er wieder zu uns gestoßen ist. Und nun hatte er etliche Angebote auf dem Tisch liegen für eine Cheftrainerposition.“
Genau die waren für Marco Cece letztlich auch der Grund, wieso er die HSG-Verantwortlichen bat, ihn von seiner Zusage zu entbinden. „Mein erster Impuls war, dass ich auf jeden Fall weitermache“, erklärt der 44-Jährige seinen Sinneswandel. „Da ich aber ohnehin nur noch eine Saison weitergemacht hätte, wollte ich nicht, dass Vito woanders hingeht.“ Was Marco Cece dann ab Sommer tun wird, weiß er selbst noch nicht genau. „Ich bin beruflich sehr eingespannt, vielleicht lege ich eine Pause vom Handball ein. Aber vielleicht übernehme ich auch ein Team, welches mit weniger Aufwand zu coachen ist.“
Vito Cece erwischte der Rückzug seines Bruders völlig auf dem falschen Fuß. „Ich wusste, dass Marco bereits zugesagt hatte, und plötzlich schrieb er mir, dass er sich umentschieden hätte“, war der sieben Jahre jüngere Vito Cece selbst überrascht ob der Entscheidung seines älteren Bruders. „Ich habe versucht, ihn von diesem Schritt abzubringen, aber Marco war nicht mehr umzustimmen. Er wusste, dass ich wieder eine Mannschaft als Chefcoach trainieren wollte, und hat deshalb diesen Entschluss gefasst.“
Für die Verbandsliga-Handballer der HSG Böblingen/Sindelfingen werde sich dementsprechend nicht viel ändern. „Wir sind uns in diesen drei Jahren nur ganz selten nicht einig gewesen“, bestätigen die Cece-Brüder. Vito Cece freut sich auf jeden Fall auf die neue Aufgabe und das Vertrauen seitens des Vereins. Und die HSG versüßt dem 37-Jährigen auch noch den Start als Chefcoach.
Denn in Tobias Krems vermeldeten die Bösis bereits den ersten Neuzugang für die kommende Runde. Der 25-jährige und 2,03 Meter große Torhüter stößt zur neuen Runde vom Viertligisten HC Neuenbürg zur HSG. „Mit Tobi hat mir der Verein gleich mal ein Weihnachts- und Antrittsgeschenk gemacht“, freut sich Vito Cece über den Königstransfer. „Die Torhüterposition ist mittlerweile die wichtigste im Handball geworden.“ Gemeinsam mit dem nach seinem Kreuzbandriss wieder genesenen Fabian Rothsching wird Tobias Krems ab der kommenden Saison das Trainerduo der Bösis bilden.
Bild: Nach vier Jahren bei der HSG ist Schluss für Marco Cece (links). Mit Vito Cece steht der Nachfolger schon fest.
Bild: photostampe
Quelle: Sindelfinger Zeitung/ Böblinger Zeitung online