Handball: Der HSG Böblingen/Sindelfingen 2 schwimmen die Felle in der Landesliga weg

Die HSG Schönbuch ist im Aufwind

Das Team von Trainer Tobias Petri verliert gegen die SG Degmarn-Oedheim mit 27:30 Toren.

Die HSG Schönbuch hat das neue Jahr begonnen wie sie das alte beendet hat – mit einem Sieg. Gegen die HA Neckarelz gewann die Mannschaft von Holger Breitenbacher mit 27:26 und setzte damit den Aufwärtstrend der letzten Wochen erfolgreich fort.

Dass der Sieg gegen Neckarelz am Ende knapp ausfiel, hätte laut Holger Breitenbacher „nicht sein müssen. Wir waren das bessere Team und haben verdient gewonnen. Zumal auch das letzte Gegentor auch nicht hätte zählen dürfen, da es nach der Sirene fiel.“ Der Ärger darüber hielt sich beim Schönbucher Coach verständlicherweise in Grenzen. Viel mehr lobte er den Auftritt seiner Mannschaft, die sich mit jedem Spiel weiterentwickle. „Die Jungs verstehen es mittlerweile miteinander zu spielen. Jeder kennt seine Aufgabe und erfüllt diese auch.“

Erfrischend auf das Spiel der Breitenbacher-Sieben hat sich auch die Rückkehr von Sven Artschwager ausgewirkt. „Sven hat lange pausiert wegen einer Schulterverletzung und tut unserem Spiel unglaublich gut“, freut sich Holger Breitenbacher, dass er wieder einen ganz besonderen Spieler in seinem Kader weiß. „Svens Stärke im Eins-gegen-Eins ist Gold wert für uns.“ Immer, wenn es gegen Neckarelz eng wurde, beruhigte eine gute Aktion von Sven Artschwager das Geschehen.

In der ersten Halbzeit lagen die Gäste mit einem Tor in Führung, ansonsten gab die HSG das Tempo vor. Zur Pause fiel die Führung mit 13:12 denkbar knapp aus. Nach Wiederanpfiff schienen sich die Hausherren absetzen zu können und lagen nach 44 Minuten vermeintlich komfortabel mit 21:16 vorne. Dreieinhalb Minuten vor dem Spielende waren die Gäste bei 24:24 zurück im Rennen. „Hinten waren wir gut, vorne haben wir viel liegen lassen“, haderte der Schönbucher Trainer. Sven Artschwager, Felix Baumann und Jan Griesmeier machten letztlich mit drei Toren in Serie den Sack zu. Holger Breitenbacher: „Das sieht ganz gut aus zurzeit. Daran wollen wir bei der SG Schozach-Bottwartal 2 anknüpfen.“

HSG Schönbuch: Brösamle, Dauber (beide im Tor); Max Baumann, Zegledi, Müller, Griesmeier (4 Tore/davon 2 Siebenmeter), Hehn (2), Artschwager (7), Alpers (1), Felix Baumann (2), Block, Wagner (5), Mannhorst, Schafferdt, Sautter (6)

Fünf Punkte Rückstand

Langsam schwimmen der HSG Böblingen/Sindelfingen 2 die Felle davon. Während die Konkurrenz eifrig punktet, ziert das Team von Tobias Petri nach der 27:30-Heimniederlage gegen die SG Degmarn-Oedheim weiterhin das Tabellenende. Trotz bereits fünf Punkten Rückstand auf das rettende Ufer hat der Aufsteiger die Hoffnung auf den Klassenerhalt noch nicht aufgegeben. „Es stehen noch genug Spiele an, wir werden es weiterhin versuchen“, verspricht der Bösi-Trainer.

Mit dem Defensivverhalten seiner Mannschaft war Tobias Petri zufrieden, über den Auftritt am gegnerischen Kreis würde er am liebsten den Mantel des Schweigens legen. „Wir haben Fahrkarten geworfen, das würde locker für zwei Spiele reichen.“ So rannte sein Team fast von Beginn an einem Rückstand hinterher. Zur Pause lagen die Hausherren mit 8:12 hinten.

Den Kampfgeist verloren die Bösis zu keinem Zeitpunkt, selbst als Degmarn-Oedheim in der 47. Minute mit 23:17 vorne lag. Näher als auf zwei Tore – bei 26:28 eine Minute vor dem Spielende – kam die Petri-Sieben aber nicht mehr heran. „Oftmals sind wir uns selbst im Weg gestanden“, ärgerte sich der HSG-Trainer über eine verpasste Chance. „Der gegnerische Torhüter hat immer bewusst eine Ecke angeboten, genau dorthin haben wir geworfen.“

HSG Böblingen/Sindelfingen 2: Meyer, Martin Root (beide im Tor); Marc Petri (5 Tore), Gatzweiler, Floer, Grosser (3), Sommer (4/davon 1 Siebenmeter), Niklas Negler, Hofacker (3), Matthias Root (1), Bauer (1), Rippl (2/2), Stricker (1), Mikko Frommer, Matti Spitzl 4), Sebastian Heinkele (3).

 

Bild: Marc Petri und die HSG Böblingen/Sindelfingen 2 grüßen vom Tabellenende der Handball-Landesliga.

Bild: photostampe

Quelle: Sindelfinger Zeitung/ Böblinger Zeitung online