Handball: Bösis tanken Selbstvertrauen vor Knallerspiel

Nach einer knappen Pausenführung dreht die HSG Böblingen/Sindelfingen im zweiten Durchgang auf und gewinnt 33:28 beim VfL Waiblingen 2.

Rechtzeitig vor dem Spiel der Saison gegen den Oberliga-Spitzenreiter SG H2Ku Herrenberg haben die Handballerinnen der HSG Böblingen/Sindelfingen wieder zu ihrer Form gefunden. Beim VfL Waiblingen 2 siegte die Mannschaft von Mischa Herok nach anfänglichen Schwierigkeiten mit 33:28 und fiebert nun dem Duell mit dem Klassenprimus entgegen. „Wir gehen mit neuem Selbstbewusstsein in dieses Knallerspiel“, will Mischa Herok „dem Ligageschehen wieder neue Spannung einhauchen“.

Am kommenden Samstag erwartet der HSG-Trainer aber deutlich mehr Emotionen von seinen Spielerinnen. In Waiblingen haperte es lange genau daran, sodass sich die favorisierten Gäste nicht abzusetzen wussten. Einen großen Anteil daran hatte auch VfL-Scharfschützin Anica Müller, die den Bösis bereits im Hinspiel reichlich Probleme bereitet hatte und den zehn Toren aus dem ersten Aufeinandertreffen nun sogar 13 Treffer folgen ließ. Das reichte aus, um ihre Farben zur Pause mit 17:16 in Führung zu schießen.

Spielerisch sah Mischa Herok seine Mannschaft weiterhin im Vorteil, allerdings missfiel ihm das leidenschaftslose Auftreten seiner Schützlinge. „Es gab kein gegenseitiges Anfeuern, kein Verschieben, um der Nebenspielerin zur Hilfe zu eilen“, monierte der HSG-Coach. Waiblingen hingegen agierte weiterhin mutig und lag nach 42 Minuten 25:22 vorne.

Plötzlich macht es klick

Mit dem Treffer von Sophie Hilf zum 23:25 aus Sicht der Gäste trat aber plötzlich Besserung ein. „Es hat Klick gemacht, und alles, was davor schlecht war, klappte auf einmal“, wunderte sich auch Mischa Herok ein wenig. Die überragende Sophie Hilf war vorne nicht mehr zu halten, Janina Schandl ebenso wenig. Und hinten räumten Svenja Hille und Pauline Hille im Mittelblock alles ab. Kam doch mal etwas durch, war Anne Kilper zur Stelle. „Anne hat in der Schlussviertelstunde acht Bälle gehalten“, war ihr Coach begeistert.

Ein Siebenmetertreffer von Anica Müller brachte die Gastgeberinnen in der 54. Minute trotzdem noch einmal auf 27:28 heran. Mit vier Toren in Serie machten die Bösis dem Tabellennachbarn dann aber schnell den Garaus. Den Schlusspunkt setzte zehn Sekunden vor der Sirene die starke Janina Schandl. Mischa Herok zeigte sich nach dem 33:28-Auswärtssieg zufrieden. „Eigentlich haben wir über die gesamte Spielzeit gute Entscheidungen getroffen, nur vorne hatten wir etwas Abschlusspech. Hinten haben wir es am Ende schlau gespielt, vorne ruhig und konsequent. Das Derby gegen Herrenberg kann nun kommen.“

HSG Böblingen/Sindelfingen: Hagenlocher, Kilper (beide im Tor); Golasch, Svenja Hille (4 Tore), Mayer, Terbeck, Julia Zeller (1), Münch (2), Pauline Hille (4), Stauder, Hilf (10), Lena Zeller, Schandl (9), Matziol (3/davon 1 Siebenmeter)

 

 

Bild: Die überragende Sophie Hilf war nicht zu halten und erzielte zehn Treffer beim 33:28-Auswärtssieg der HSG Böblingen/Sindelfingen in Waiblingen.

Bild: photostampe

Quelle: Sindelfinger Zeitung/ Böblinger Zeitung online