Handball: Bösi-Frauen hoffen auf neue Spannung im Titelrennen

Die HSG Böblingen/Sindelfingen bittet die SG H2Ku Herrenberg am Samstag um 19.30 Uhr zum Oberliga-Derby.

„Das Hinspiel war schon ein Knaller, das Rückspiel wird es auch werden.“ Mischa Herok erwartet im Oberligaduell mit der SG H2Ku Herrenberg am Samstagabend ab 19.30 Uhr nicht nur eine rappelvolle Böblinger Murkenbachhalle. Für den Trainer der Handballerinnen der HSG Böblingen/Sindelfingen ist das Kräftemessen mit dem Spitzenreiter in gewisser Weise auch ein Ankommen. Denn vor noch nicht allzu langer Zeit war ein Aufeinandertreffen mit dem ehemaligen Zweitligisten pure Utopie. „Jetzt bewegen wir uns auf ähnlichem Niveau“, sagt der Bösi-Coach nicht ohne Stolz.

Zwei Aufstiege der HSG, parallel dazu zwei Abstiege der Herrenbergerinnen in den vergangenen Jahren haben die beiden Kreisvereine nun in dieselbe Liga geführt. Dass die SG nach dem letztjährigen Patzer zumindest wieder in die Regionalliga zurück will, daran hat die Mannschaft von Heiko Fleisch trotz anfänglicher Schwierigkeiten nie Zweifel aufkommen lassen. Aktuell führen die Herrenbergerinnen das Klassement mit satten fünf Punkten Vorsprung auf Weinstadt an.

Knappes Hinspiel

Dennoch, sechs Minuspunkte zeigen auf, dass auch der haushohe Meisterschaftsfavorit verwundbar ist. Im Hinspiel zog die SG mit einem 24:23 gerade so noch den Kopf aus der Schlinge. Trotz der Niederlage erinnert sich Mischa Herok gerne an das erste Saisonduell zurück. „Wir haben Herrenberg 60 Minuten alles abverlangt.“ Gegen eine ähnliche Leistung seiner Spielerinnen am Samstagabend hätte der Bösi-Trainer nichts einzuwenden. „Die Trainingseinheiten waren richtig gut. Nun gilt es diese auch am Samstag auf den Platz zu bringen.“

Mischa Herok wird gleichzeitig aber auch nicht müde, seinen Schützlingen eine gewisse Lockerheit mit auf den Weg zu geben. Bewusst nimmt er vor dem Derby den Druck aus dem Kessel. „Wir haben rein gar nichts zu verlieren, der Gegner mit seinen ehemaligen Zweitligaspielerinnen hingegen schon. Trotzdem wollen wir versuchen, mit einem Sieg dem Aufstiegskampf neue Spannung einzuhauchen.“ Um auch im zweiten Aufeinandertreffen auf Augenhöhe agieren zu können, müsse seine Mannschaft vor allem das Tempo hochhalten. „Und zwar in beide Richtungen“, wie der HSG-Trainer betont. „Wir dürfen das Rückzugsverhalten nicht vernachlässigen, ansonsten wird uns Herrenberg mit all seiner Erfahrung schnell den Garaus machen.“

Dass das Spiel am Samstagabend zur besten Sendezeit stattfindet, findet Mischa Herok „klasse, aber gleichzeitig auch schade, da unsere Männermannschaften auswärts spielen müssen und uns leider nicht vor Ort unterstützen können“. Auf Beistand von der Tribüne hofft er trotzdem. „Ich fände es traurig, wenn die Murkenbachhalle in der Hand der Auswärtsfans wäre.“ Personell kann der Bösi-Coach vielleicht sogar aus dem Vollen schöpfen, denn auch Spielmacherin Kira Stoll steht vor ihrem Comeback. „Wir hoffen bei Kira auf eine Wunderheilung.“

 

Bild: Pauline Hille und die HSG Böblingen/Sindelfingen wollen das Oberliga-Derby gegen die SG H2 Ku Herrenberg für sich entscheiden.

Bild: photostampe

Quelle: Sindelfinger Zeitung/ Böblinger Zeitung online