37:36-Sieg beim SV Remshalden bringt HSG Böblingen/Sindelfingen wichtige Zähler im Kampf um Platz drei ein.
Im Verbandsligaduell beim SV Remshalden mussten die Handballer der HSG Böblingen/Sindelfingen lange leiden, konnten den designierten Absteiger in dessen Heimstatt letztlich aber mit 37:36 in die Schranken weisen. Das war umso beachtlicher, da Marco Cece im Laufe des Samstags noch drei Hiobsbotschaften erreichten, die seine Planungen kräftig durcheinanderbrachten. „Die Vorzeichen waren nicht die besten, wie die Jungs darauf reagiert haben, war richtig klasse“, war der HSG-Coach begeistert.
Hiobsbotschaften vor dem Spiel
Marvin Seegers krankheitsbedingte Absage hatte der HSG-Trainer noch erwartet. Dass dann auch noch Finn Spitzl mit Rückenproblemen absagen musste und Sebastian Bock bei der Anfahrt zum Spiel in einen Auffahrunfall verwickelt war, erwischte Marco Cece auf dem falschen Fuß. „Glücklicherweise ist Sebastian nichts Schlimmeres passiert“, hob der Bösi-Coach das Wichtige hervor, bevor er sich an eine Anpassung seiner Taktik heranmachte. Mangels Alternativen auf Linksaußen zog er kurzfristig Mattis Gatzweiler aus der zweiten Mannschaft hoch.
Dass bei den Remshaldenern in Alexander Fellmeth der wichtigste Spieler ebenfalls passen musste, erleichterte dann wiederum die Sache für die HSG. Trotzdem bekamen die Gäste in der Abwehr keinen Zugriff, woraufhin ein Scheibenschießen seinen Lauf nahm. Vorne offenbarten die Bösis indes kaum Probleme und kamen immer wieder zu freien Würfen, die sie auch in Tore umzumünzen wussten. In den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit stellte sich dann bei den Gästen plötzlich eine Ladehemmung ein. Mit nur zwei Torerfolgen in dieser Phase lag die Cece-Sieben zur Pause mit 16:18 in Rückstand.
Dass dieser Rückstand in der zweiten Halbzeit nicht noch weiter anwuchs, hatte die HSG dann einzig und allein ihrem Spielmacher Dominic Rose zu verdanken. Der ehemalige Drittligaspieler nahm das Geschehen in seine Hände, glänzte sowohl als Torjäger als auch als Vorbereiter und hielt sein Team auf Tuchfühlung. Dennoch sahen die Hausherren bis zur 54. Minute und 34:32-Führung wie der sichere Sieger aus. „Ein überragender Auftritt von Dome“, zeigte sich Marco Cece begeistert.
Taktischer Kniff
Aber auch ein taktischer Kniff des HSG-Coaches sorgte letztlich noch für die Wende. Frederik Todt engte auf vorgezogener Position die Kreise vom zehnfachen SVR-Torschützen Jakob Eisenbraun ein, sodass den Hausherren in der Schlussphase ihre gefährlichste Angriffsoption wegfiel. „Freddy hat das klasse gemacht“, freute sich sein Coach über die gelungene Maßnahme.
Dank eines von Dominic Rose orchestrierten 5:1-Laufs stand es eine halbe Minute vor der Schlusssirene 37:35, das Spiel war damit gewonnen. Daran änderte auch der Treffer von Nick-Henri Palmer zum 36:37-Endstand aus Remshaldener Sicht nichts mehr. „Unter all den Umständen fühlt sich dieser Sieg richtig gut an“, freute sich Marco Cece.
HSG Böblingen/Sindelfingen: Rothsching, Meyer (beide im Tor); Gatzweiler, Fangerow (6 Tore), Englert (5), Marian Heinkele (6), Mikko Frommer, Tim Negler (4), Todt (3), Rose (13/davon 2 Siebenmeter), Neuberger, Dörner
Bild: Dominic Rose war nicht zu halten. Er glänzte mit 13 Toren und als Vorbereiter.
Bild: photostampe
Quelle: Sindelfinger Zeitung/ Böblinger Zeitung online