Leichtathletik: Leichtathletik beim VfL Sindelfingen: Spitzensport mit Tradition

Sport und Gesellschaft

Talente fördern, Leistung entwickeln: Heute dreht sich die SZ/BZ-Serie über den Mehrwert des Sports um den Leistungsgedanken.

Kaum eine Abteilung des VfL Sindelfingen steht so sehr für Spitzensport wie die Leichtathletik. Sie blickt auf mehr als 40 Jahre olympische Tradition zurück. Athletinnen und Athleten aus Sindelfingen waren bei internationalen Meisterschaften und Olympischen Spielen am Start. Zugleich verweist die Leichtathletik auf eine kontinuierliche Nachwuchsarbeit. Diese reicht vom Kinder- und Jugendsport bis zum Perspektivteam mit nationalen Spitzenathleten.

„Olympiateilnahmen beginnen im Kinder- und Jugendtraining. Wenn an dieser Basis gespart wird, merkt man das nicht morgen – sondern in acht oder zehn Jahren bei internationalen Meisterschaften“, sagt Jürgen Kohler, Abteilungsleiter der Leichtathletik. Die Abteilung wird ehrenamtlich geführt und arbeitet mit engagierten Trainerinnen und Trainern sowie einer professionellen Organisationsstruktur.

Glaspalast: Besonders wertvoll

Ein zentraler Standortfaktor ist für die Abteilung der Trainings- und Wettkampfbetrieb im Glaspalast. Dort finden nicht nur regelmäßige Trainingseinheiten statt. Auch hochklassige Veranstaltungen wie Deutsche Meisterschaften, Jugendmeisterschaften oder internationale Meetings werden in Sindelfingen ausgerichtet. Das sorgt für eine starke überregionale Wahrnehmung der Sportstadt Sindelfingen in Deutschland und darüber hinaus. Unterstützt wird die Arbeit zudem von regionalen Sponsoren und Förderern.

Als wichtigen Baustein bezeichnet die Abteilung die städtische Sportförderung. Sie finanziere einen großen Teil der Trainervergütungen im Ehrenamt, unterstütze die Trainingsmöglichkeiten im Glaspalast und fördere die Nachwuchsarbeit sowie Perspektivathleten. „Erfolge wie ein deutscher Jugendmeistertitel entstehen aus vielen Jahren kontinuierlicher Arbeit im Training. Ohne gute Trainingsbedingungen und genügend Zeit in der Halle wird es deutlich schwerer, junge Talente Schritt für Schritt an die nationale Spitze heranzuführen“, sagt Leo Lohre, Trainer der amtierenden deutschen U18-Jugendmeisterin im Stabhochsprung.

Nach Einschätzung der Abteilung hätte eine reduzierte Sportförderung direkte Auswirkungen auf den Trainings- und Nachwuchsbetrieb. Genannt werden geringere Trainervergütungen oder eingeschränkte Trainingszeiten im Glaspalast. Dadurch würden sich auch die Voraussetzungen verschlechtern, junge Talente aus Sindelfingen langfristig bis an die nationale und internationale Spitze zu entwickeln.

 

Bild: Gleich drei Sindelfinger Leichtathleten bei den Olympischen Spielen 2024 von Paris: Constantin Preis, Carolina Krafzik und Velten Schneider.

Bild: z

Quelle: Sindelfinger Zeitung/ Böblinger Zeitung online