450 Zuschauer beim Derby
Die HSG Schönbuch hat den Klassenerhalt so gut wie geschafft, die HSG Böblingen/Sindelfingen 2 hingegen muss nach nur einer Saison in der Landesliga wieder zurück in die Bezirksoberliga. Der 33:26-Derbysieg der Schönbucher vor gut 450 Zuschauern in der Böblinger Murkenbachhalle war für beide Mannschaften entscheidend. Holger Breitenbacher hatte sichtlich Spaß am Spiel seiner Mannschaft. „Seit Jahresbeginn greifen alle Räder ineinander, das hat man heute wieder eindrucksvoll sehen können.“
Einen allerletzten Derbysieg hatte sich der Schönbucher Trainer von seinem Team gewünscht, zumal er am Samstag auch noch seinen 56. Geburtstag feierte. Der Erfolg stand nach anfänglicher Abtastphase auch nie ernsthaft in Gefahr. „In der ersten Halbzeit haben wir noch mit angezogener Handbremse agiert. Nach der Pause war es dann eine ganz klare Angelegenheit.“
Von den Hausherren kam hingegen nicht viel. „Wir wollten Schönbuch ärgern und nach dem Hinspielsieg auch das Rückspiel gewinnen“, erinnerte Tobias Petri an die ausgegebene Marschroute vor dem Nachbarschaftsduell. „Davon war aber nicht viel zu sehen.“ Seine Enttäuschung versuchte der Bösi-Coach erst gar nicht zu verbergen. Der Abstieg steht nun unumstößlich fest. „Wir haben nur selten zu unserem Spiel gefunden und waren viel zu ungeduldig.“ Dennoch hielten die Hausherren im ersten Durchgang noch halbwegs mit, waren in der 26. Minute bei 11:12 auf Tuchfühlung dran, zur Pause bei 12:15 ebenfalls immer noch im Spiel.
Nach Wiederanpfiff verloren die Bösis aber den Anschluss. Der Rückstand wurde größer, auch weil die Gastgeber kein Mittel gegen Elias Wagner fanden. Der Schönbucher Außen erwischte einen Sahnetag und glänzte nicht nur aufgrund seiner sieben Tore. „Elias hat ein super Wurfrepertoire, meine Torhüter konnten nichts dagegen ausrichten.“, lobte Tobias Petri.
Sein Team konnte den Ausfall von Felix Fecker, der sich am Morgen mit einer Grippe abgemeldet hatte, zu keinem Zeitpunkt kompensieren. Am Ende mussten die Bösis tatenlos zuschauen, wie der Nachbar von der Schönbuchlichtung ohne Probleme mit 33:26 triumphierte. Holger Breitenbacher freute sich über den erwarteten Pflichtsieg, den fast sicheren Klassenerhalt und auch noch über ein Ständchen der rund 100 Schönbucher Fans nach dem Spiel. „Man sieht, dass ich hier in den bald acht Jahren nicht allzu viel falsch gemacht habe“, war der ehemalige Bundesligaspieler sichtlich gerührt. „Ich hinterlasse hier Spuren, der Verein bei mir genauso.“
HSG Böblingen/Sindelfingen 2: Martin Root, Gsell (beide im Tor); Marc Petri (3 Tore), Gatzweiler (3), Floer (1), Wankmüller (1), Sommer (1), David Hofacker (6), Matthias Root, Bauer, Rippl (9/davon 7 Siebenmeter), Stricker, Richter (1), Sebastian Heinkele (1)
HSG Schönbuch: Brösamle, Gärtner, Dauber (alle im Tor); Max Baumann (4), Zegledi, Egenter (7/davon 2 Siebenmeter), Griesmeier (3), Hehn (1), Schmitt (4), Alpers, Wagner (7), Mannhorst, Schafferdt (1), Plott, Sautter (6)
Bild: Schönbuchs Ben Sautter war nur schwer zu stoppen. Er warf sechs Tore in dem Derby.
Bild: photostampe
Quelle: Sindelfinger Zeitung/ Böblinger Zeitung online