Zwei Heimspiele am Wochenende
Große Hoffnungen ruhen auf Neuzugang Steffi Bachofer, die vom aufgelösten Bundesliga-Team des TC Bernhausen zum VfL wechselt.
Die Entscheidung, sich aus der 2. Damen-Bundesliga zurückzuziehen, hat die Tennisabteilung des VfL Sindelfingen schon im vergangenen Jahr getroffen. „Wir vom Vorstand und die Stammspielerinnen waren der Ansicht, dass wir sportlich gut in die Regionalliga Südwest passen und dort auch ohne die Unterstützung durch eigens an den Spieltagen anreisende Spielerinnen bestehen dürften. Nicht zuletzt kommen wir so auch mit dem halben Budget als bisher aus“, so der Abteilungsleiter und für den Leistungssport verantwortliche Marco Beetz. Besonders am Damenkader ist: er besteht zu 100 Prozent aus deutschen Spielerinnen.
Von den in der vergangenen Saison zwölf gemeldeten Topspielerinnen aus unter anderem Argentinien, Tschechien, Griechenland sowie Deutschland ist nach dieser Zäsur einzig Kathleen Kanev (DR477) geblieben. „Sie wird sich die Spitzenposition bei den Damen 1 mit Ana Ceuca teilen“, so Beetz.
Fünf Spielerinnen folgen Daniel Merkert
Despina Papamichail, Chantal Sauvant, Natalia Siedliska, Pia Praefke und Amelie Hejtmanek wechselten allesamt mit ihrem ehemaligen Sindelfinger Coach Daniel Merkert zum TC BASF Ludwigshafen, wo sie weiterhin in der 2. Bundesliga spielen.
Als Neuzugänge haben sich dafür die erfahrene Ranglistenspielerin Steffi Bachofer (DR67), die lange für das inzwischen aufgelöste Bundesliga-Team des TC Bernhausen antrat, und Offensivspielerin Gwendolyn Fedel vom TC Hechingen (im DTB die Nummer 15 bei den Juniorinnen U18) dem VfL Sindelfingen angeschlossen. „Wir kennen beide als Teilnehmerinnen unserer regelmäßigen Ranglistenturniere, Steffi Bachofer zum Beispiel hat auch in der Vergangenheit bereits regelmäßig schon mit unseren Spielerinnen trainiert. Möglich, dass sie auch bei unseren Damen 40 in der Regionalliga Südwest einmal zum Einsatz kommt“, sagt Marco Beetz.
Mit dem aktuellen Kader, so schätzt Beetz ein, sollte man nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben. Der Aufstieg sei allerdings auch nicht das Ziel. „Dann hätten wir uns ja nicht eine Klasse herunterstufen lassen“, merkt er dazu an.
Saisonuaftakt gegen Neunkirchen
Wenn am Samstag um 11 Uhr der TuS Neunkirchen zu Gast ist in der Rosenstraße, ist man jedenfalls gespannt, wie viele von deren 13 gemeldeten ausländischen Spielerinnen tatsächlich auflaufen. Grün-Weiss Mannheim am Sonntag (wieder 11 Uhr) hat im Vergleich dazu nur zwei Französinnen und eine Österreicherin auf seinen Toppositionen gemeldet. „Was wir auf keinen Fall wollen während dieser Spielrunde, ist ein ständiges Taktieren mit unserer Aufstellung. Ziel ist, mit acht Stammspielerinnen durchzuspielen“, so Beetz.
In der neuen Saison nimmt der VfL Sindelfingen mit insgesamt rund 35 Mannschaften am Ligaspielbetrieb teil, darunter fünf Teams in den Regionalligen (die aufgestiegenen Herren starten dabei erst Ende Juni). Dass die Saisoneröffnung mit 140 Mitgliedern ausgesprochen gut besucht war und viele Freizeitspieler die Gelegenheit zur Teilnahme am Pro-Am-Turnier genutzt hatten, wertet Marco Beetz als gutes Zeichen. „Wir stehen jedenfalls wieder vor einer spannenden Saison“, ist er sich sicher.
Bild: Steffi Bachofer feiert am Wochenende Premiere als Spielerin des VfL Sindelfingen.
Bild: Eibner/Carsten Schwering
Quelle: Sindelfinger Zeitung/ Böblinger Zeitung online