Handball: Die HSG Böblingen/Sindelfingen 2 steht kurz vor dem Aufstieg in die Handball-Landesliga

Schönaich gewinnt wieder.

Das Team von Trainer Ingo Ruhmund gewinnt das Heimspiel gegen die SG H2Ku Herrenberg 3 mit 31:24.

Die Handballer der HSG Böblingen/Sindelfingen 2 stehen unmittelbar vor dem Aufstieg in die Landesliga. Nur noch ein Sieg aus noch fünf ausstehenden Partien fehlt der Mannschaft von Ingo Ruhmund, um das erklärte Saisonziel zu erreichen. In diese Position brachte sich die HSG mit einem souveränen 31:24-Heimsieg gegen die SG H2Ku Herrenberg 3. „20 Minuten war das Spiel offen, danach waren wir das klar bessere Team“, war der Bösi-Trainer zufrieden. In der 28. Minute mit 14:13 vorne, wussten die Hausherren, bei denen erneut Routinier Manuel Rippl überzeugte, bis zur Pausensirene trotz zeitweiliger Unterzahl drei Tore zu erzielen und nach dem Seitenwechsel noch drei weitere nachzulegen. „Plötzlich lagen wir 20:13 vorne“, freute sich Ingo Ruhmund vor allem darüber, dass seine Mannschaft in dieser Phase auch in der Abwehr bombensicher stand. Bis zum 28:17 in der 50. Minute gelangen den Herrenbergern nur magere vier Torerfolge.

Danach war bei den Bösis ein wenig die Luft raus, wofür Ingo Ruhmund aber durchaus Verständnis aufbrachte. „Das Spiel war entschieden, weil der Gegner mit seinen Kräften schon nach der ersten Halbzeit am Ende war. Wir wollten diese zwei Punkte haben, wissen den Sieg aber auch richtig einzuordnen.“

HSG Böblingen/Sindelfingen 2: Meyer, Martin Root (beide im Tor); Petri (2 Tore), Floer (1), Rippl (12/davon 6 Siebenmeter), Sommer (2), Vögele (2), Matthias Root, Bauer (3), Neuberger (1), Fecker (4), Richter (2), Heisler (1), Sebastian Heinkele (1)

Dem SV Magstadt scheint auf der Zielgeraden die Puste auszugehen. Nach der dritten Niederlage hintereinander, 29:34 bei der SG Tübingen, sind die Hoffnungen im SVM-Lager, die Saison in der oberen Tabellenhälfte beenden zu können, auf ein Minimum zusammengesunken. „Das war eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zu den Spielen davor, zum Sieg hat es aber trotzdem nicht gereicht“, war Markus Frank enttäuscht.

Dem Sportlichen Leiter der Magstadter gefiel der Auftritt seiner Mannschaft – zumindest bis zehn Minuten vor dem Ende. Zu diesem Zeitpunkt war der SVM bei 26:27-Rückstand noch voll im Spiel. „Einige schlechte Entscheidungen von uns in der Offensive haben die Tübinger dann eiskalt bestraft“, trauerte Markus Frank einem möglichen besseren Ergebnis nach. Die SG erzielte fünf Tore am Stück und hatte das Spiel bereits drei Minuten vor dem Ende beim Stand von 32:26 gewonnen.

„In diesem Spiel war deutlich mehr für uns drin“, konstatierte Markus Frank, der seinen Fokus nach dem Spiel aber auch ganz schnell auf das am kommenden Samstag folgende Derby gegen die Spvgg Renningen richtete – verbunden mit der Hoffnung, dann die Niederlagenserie beenden zu können. „Wir freuen uns alle auf dieses Spiel, das wird richtig spannend werden.“

SV Magstadt: Huber, Fernbach (beide im Tor); Mende (2 Tore), Wolf (3), Schafar (9/davon 4 Siebenmeter), Wörz, Raith, Wurster, Andreas Ohlau, Janackov (7), Kühnle, Benjamin Schönemann (2), Fischer (2), Schiller (4)

Kaum ist die Nachfolge für den scheidenden Trainer Klaus Wanner geregelt, beginnt der TSV Schönaich plötzlich wieder zu gewinnen. Beim 35:34 gegen die TSG Reutlingen fuhren die Schönaicher erst ihren zweiten Saisonsieg ein. „Das sieht man mal, was möglich ist, wenn der gesamte Kader zur Verfügung steht“, war der TSV-Trainer sichtlich begeistert vom Auftritt seines Teams.

Bis zur 24. Minute und dem 14:14-Zwischenstand verlief das Duell auf Augenhöhe. Dann aber setzten sich die Hausherren bis zur Pause auf 19:15 ab und lagen nach Wiederanpfiff gar mit 22:16 (55.) vorne. „Leider haben wir die Reutlinger danach mit unseren einfachen Fehlern wieder ins Spiel zurückgebracht“, musste Klaus Wanner zuschauen, wie der schöne Vorsprung in der 48. Minute und dem 27:27-Ausgleich dahin war. „Wichtig war in dieser Phase, dass der Gegner nicht auch noch in Führung gegangen ist.“

Bis zum 30:30 in der 53. Minute blieb das Duell ausgeglichen, ehe Philipp Luburic, Lasse Schlipf und Sven Bayer die Schönaicher mit 33:30 nach vorne brachten. Aber auch diese Führung geriet in den Schlusssekunden noch einmal in Gefahr. Ein letzter Wurf der Gäste fand aber nicht mehr den Weg ins Tor, der 35:34-Erfolg des TSV hatte Bestand. „Heute haben wir ansehnlichen Handball gespielt und uns mit zwei Punkten belohnt“, war Klaus Wanner erleichtert. „Das hat richtig Spaß gemacht, den Jungs dabei zuzuschauen.“

TSV Schönaich: Leopold Schmidt, Barthold (beide im Tor); Rebmann (3), Pascal Block (2), Bayer (5), Dominik Block (2), Ernst (3/davon 1 Siebenmeter), David Schmidt (3), Niebusch (3), Kuppinger, Luburic (11), Atas, Warth, Schlipf (3)

 

Bild: So sehen Sieger aus. Die Handballer der HSG Böblingen/Sindelfingen 2.

Bild: photostampe

Quelle: Sindelfinger Zeitung/ Böblinger Zeitung online