Nach zuvor zwei Siegen musste sich der VfL Sindelfingen gegen den Aufstiegskandidaten 1. FC Eislingen mit einem 1:1-Unentschieden begnügen.
Für VfL-Trainer Thomas Siegmund ging das Ergebnis „in Ordnung. Wir hatten mehr vom Spiel und auch mehr Chancen, aber Eislingen hätte auch noch mehr Schaden anrichten können. Sieben Punkte aus drei Spielen sind eine gute Ausbeute, darauf wollen wir weiter aufbauen.“
Fälliger Elfer wird verwehrt
Pech hatten die Sindelfinger in der 41. Minute, als Artan Ademi Gäste-Schlussmann Dominik Kuhn umspielen wollte und plötzlich am Boden lag. Die Pfeife von Schiedsrichterin Hannah Rapp (TSV Heimerdingen) blieb aber stumm. Die lautstarken Proteste der VfL-Bank führten zu einer Gelben Karte gegen Co-Trainer Marijo Milcic. Vier Minuten danach hatten die Sindelfinger dann großes Glück, dass die Eislinger nicht auf 2:0 stellen konnten. FC-Torjäger Aykut Durna erlief einen zu kurzen Kopfball von Max Brendle, der an Alexander Bachmann adressiert war, jedoch konnte der VfL-Torwart diese Szene klasse entschärfen.
Zwei personelle Wechsel der Hausherren zur zweiten Halbzeit veränderten die Statik des Spiels. Sowohl Metehan Kizilagil als auch Tahir Bahadir brachten neuen Schwung hinein. „Wir haben die Taktik angepasst, indem wir die Räume anders besetzt haben“, erklärte Thomas Siegmund, der daraufhin mit Freude bemerkte, dass sich das Geschehen fast durchweg nur noch in der Eislinger Hälfte abspielte. Nicht ohne vorher noch einen Schreckmoment durchleben zu müssen. In der 48. Minute vernaschte Eislingens Haydar Öztürk VfL-Akteur Metehan Maraslioglu, gab nach innen auf Aykut Durna, der sich nach Intervention von Finn Edelmann plötzlich auf dem Boden wälzte. „Den kann man geben“, durfte der VfL-Coach durchschnaufen.
Kopfball-Bogenlampe führt zum 1:1
In der 54. Minute durfte er dann auch endlich jubeln: Ein Freistoß des starken Bünyamin Bakacs wurde von der FC-Mauer abgefälscht. Max Brendle schätzte den Ball als einziger richtig ein und bezwang Dominik Kuhn mit einer Kopfball-Bogenlampe aus zehn Metern – 1:1. In der Folge drängten die Hausherren auf die Führung, vor allem über die starke linke Seite mit Metehan Kizilagil und Artan Ademi, das 2:1 wollte ihnen aber nicht mehr gelingen. Doppeltes Pech hatte der VfL dann noch in der Schlussminute, als der Reihe nach Finn Edelmann, Max Brendle und Artan Ademi entweder an Dominik Kuhn oder an einem Abwehrbein eines Eislingers scheiterten.
Bild: photostampe
Quelle: Sindelfinger Zeitung/ Böblinger Zeitung online