Heute dreht sich die Serie „Der Mehrwert des Sports“ um eine wahrhaft verbindende Abteilung: Rund 80 bis 90 Prozent der Mitglieder haben einen Migrationshintergrund.
Die Boxabteilung des VfL Sindelfingen blickt auf eine lange Tradition zurück. Seit ihrer Gründung im Jahr 1958 verfolgt sie das Ziel, den Boxsport möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Das gilt unabhängig von Herkunft oder finanziellen Möglichkeiten. Dieser Ansatz prägt die Arbeit der Abteilung bis heute.
Neben dem Training versteht sich die Abteilung als Ort der Integrationsarbeit durch Sport. Vermittelt werden dabei grundlegende Werte wie Fleiß, Pünktlichkeit, Organisation und Disziplin. Rolf Wojack: „Diese Prinzipien gelten als wichtige Grundlage sowohl für den sportlichen Erfolg als auch für das persönliche Leben der jungen Sportlerinnen und Sportler.“
Eine zentrale Rolle spielt dabei die Unterstützung durch die Sportförderung der Stadt. „Ein Wegfall oder eine deutliche Reduzierung dieser Mittel hätte erhebliche Folgen für den Trainingsbetrieb“, sagt Rolf Wojack. Die entstehende Finanzierungslücke müsste durch deutlich höhere Abteilungsbeiträge ausgeglichen werden. Dies würde voraussichtlich zu zahlreichen Austritten führen und den Verein in eine schwierige Lage bringen. Der Spartenchef sieht seine Abteilung unter Druck: „Im schlimmsten Fall könnte dies sogar das Ende der Boxabteilung bedeuten.“
Bild: Die Boxer in ihrer ganzen Stärke.
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Quelle: Sindelfinger Zeitung/ Böblinger Zeitung online