Fußball: Die SV Böblingen bittet den VfL Sindelfingen zum Derby

Das Duell im Kreis Böblingen

Anpfiff auf dem Kunstrasenplatz im Stadion ist Mittwoch, 19 Uhr.

Mit welchem Ergebnis das Derby zwischen der SV Böblingen und dem VfL Sindelfingen am Mittwochabend – der Anpfiff erfolgt um 19 Uhr – enden wird, das können und wollen Slobodan Markovic und Thomas Siegmund nicht sagen. Dass das Duell der beiden Nachbarn auf jeden Fall „eine hochemotionale Angelegenheit“ werden wird, davon gehen die beiden Cheftrainer unabhängig voneinander aus. „Das wird ein ganz besonderes Spiel, und beide Teams haben Bock darauf.“

Siegmund bemüht sich um Mäßigung

Denn die Konstellation, dass Thomas Siegmund erst im vergangenen Dezember die Fronten gewechselt und beim VfL die Nachfolge von Maik Schütt angetreten hat, sorgt automatisch für eine gewisse Brisanz. „Beide Seiten tun gut daran, den anderen in Ruhe zu lassen“, ist der Sindelfinger Trainer im Vorfeld der Partie um Mäßigung bemüht. „Ich freue mich auf ein Duell zweier Mannschaften, die zuletzt reichlich Selbstvertrauen getankt haben.“
Ihre starke Form wollen die Sindelfinger dazu nutzen, mit einem Sieg im Nachholspiel den Abstand nach vorne weiter zu verkleinern. „Dann wären wir wieder ganz dick bei der Musik dabei“, weiß Thomas Siegmund. Etwas anders gestalten sich die Ziele der Böblinger. Mit sechs Punkten weniger auf der Habenseite als der VfL geht Slobodan Markovic in sein erstes Derby. „Unser Ziel ist es, das Polster auf die Abstiegsränge dicker zu gestalten.“
Der späte Ausgleichstreffer im Heimspiel gegen den TV Echterdingen habe dafür gesorgt, dass man nun „mit einem guten Gefühl“ in das Derby gehe. Dass gegen Echterdingen alle fünf Spieler zum Zug kamen, die nach dieser Saison nach Sindelfingen wechseln werden, ist für Slobodan Markovic nur eine Notiz am Rande. Auch für das Spiel am Mittwoch plant er fest mit dem Quintett um Kapitän Bjarne Hamann. „Bis Juni tragen alle fünf das SVB-Trikot, und ich bin mir sicher, dass sie sich gegen den VfL zerreißen werden.“
Ähnlich stuft das auch Thomas Siegmund ein. „Ich wäre maximal enttäuscht, wenn die Jungs sich nicht voll reinhauen würden. Ich weiß aber, dass sie professionell genug sind, um mit der Situation zurechtzukommen.“ Bedauerlich findet Slobodan Markovic lediglich, dass nicht im Stadion gespielt werden kann. „Ich denke, das Spiel hätte diesen Rahmen verdient. Leider hat die Stadt den Rasen noch nicht freigegeben.“ So müsse man erneut auf dem Kunstrasenplatz ran, der durch die unmittelbare Nähe der Fans zumindest für Emotionen von draußen sorgen dürfte.
Was seine Kaderstärke anbetrifft, geht der Böblinger Coach mit Sorgen in das Nachbarschaftsduell. Für Marvin Pietruschka und den zuletzt überzeugenden A-Junior Noah Stöckle kommt das Spiel noch zu früh. Wieder bei der Mannschaft ist hingegen Adrian Körtge Corral. „Adrian war krank und ist bei Weitem noch nicht fit. Für ein paar Minuten sollte es aber reichen.“ Deutlich besser sieht es auf VfL-Seite aus. „Alle Mann an Bord, ich kann aus dem Vollen schöpfen“, bestätigt Thomas Siegmund.

 

Bild: SVB-Kapitän Bjarne Hamann trifft auf seinen zukünftigen Verein.

Bild: Zvizdiç

Quelle: Sindelfinger Zeitung/ Böblinger Zeitung online