Der VfL Sindelfingen verliert in der Fußball-Landesliga gegen den TSV Bernhausen mit 3:5.
Bereits nach wenigen Sekunden nutzte Filip Jordacevic einen Fehler von Raphael Molitor, um die Gäste in Führung zu bringen. Die Sindelfinger schüttelten sich kurz und schlugen nur fünf Minuten später durch Aaron Biedma-Andrades zurück. In der 38. Minute zappelte der Ball wieder im Netz. Nach einem Konter der Bernhausener bekamen die Hausherren den Ball gleich drei Mal nicht aus der Gefahrenzone. Der letzte Klärungsversuch von Tobias Kubitzsch kullerte zum Verdruss des VfL-Anhangs dann auch noch in den eigenen Kasten – 1:2. „Ich habe in der Pause gesagt, was ich sagen musste, und habe eine Reaktion eingefordert“, so VfL-Trainer Thomas Siegmund.
Treffsichere Gäste
In der 50. Minute lief Lukas Walz in eine Traumflanke von Mihael Tomic hinein und stellte auf 3:1 aus Sicht der Gäste. Einen Zuckerball von Bünyamin Bakacs nahm Tahir Bahadir etwas unsauber an, sein Lupfer über Matej Livancic war dafür allererste Sahne – 2:3 (56. Minute). Die Kombination Bakacs/Bahadir funktionierte auch in der 65. Minute, jedoch landete der Kopfball des VfL-Stürmers nur auf dem Tornetz. Drei Minuten danach klingelte es wieder auf der anderen Seite. Finn Edelmann verursachte außerhalb des eigenen Strafraums einen Freistoß, den TSV-Kapitän Ivan Matanovic sehenswert zum 4:2 ins lange Eck setzte.
Die Hausherren gaben sich aber immer noch nicht auf. In der 83. Minute düpierte der unmittelbar davor eingewechselte Arbes Bytyci mit einem klasse Lupfer aus 20 Metern den aus seinem Tor eilenden Matej Livancic. Die Freude über das 3:4 hielt aber nur zwei Minuten an. Denn Finn Edelmann ließ sich erneut von Ivan Matanovic abkochen, lief diesem im eigenen Strafraum schließlich in die Hacken und kassierte dafür auch noch die Gelb-Rote Karte. Der Bernhausener Kapitän verwandelte den Strafstoß sicher zum 3:5. Dabei blieb es dann. „Bernhausen erspielt sich acht Chancen, fünf davon sind drin“, konstatierte Thomas Siegmund sichtlich enttäuscht. „Wir haben heute zu viele Geschenke verteilt, als dass wir das Spiel hätten gewinnen können.“
VfL Sindelfingen: Bachmann, Kilinc (80. Bytyci), Dittrich, Edelmann, Biedma-Andrades (66. Schuckenböhmer), Molitor (60. Gashi), Kubitzsch, Bakacs, Ademi (46. Gamuzza), Simao (87. Maraslioglu), Bahadir
Bild: Nicolai Dittrich und der VfL Sindelfingen haben gegen den TSV Bernhausen mit 3:5 das Nachsehen.
Bild: photostampe
Quelle: Sindelfinger Zeitung/ Böblinger Zeitung online