Tennis: VfL Sindelfingen verschafft sich Luft im Abstiegskampf

Klarer Sieg beim TEC Waldau

 

Die Damen des VfL Sindelfingen haben in der Regionalliga Südwest einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenverbleib gemacht. Nach einer knappen Niederlage gegen den TC Rot-Weiß Kaiserslautern gelang beim TEC Waldau 2 ein klarer 7:2-Erfolg.

In der Regionalliga Südwest der Damen steht ein erster von zwei Absteigern vorzeitig bereits fest. Der TC Doggenburg hat sein Team nach drei sieglosen Mai-Spieltagen Anfang Mai zurückgezogen, mitunter, so will es Sindelfingens Abteilungsleiter Marco Beetz gehört haben, weil der Stuttgarter Club nach Verletzungen nicht mehr in der Lage sei, eine kompetitive Auswahl aufzubieten. Für Sindelfingen bedeutet dies: der nächste Samstag ist spielfrei, und mit dem bereits im Mai bezwungenen TC Grün-Weiß Mannheim, der noch ohne Tagessieg ist, wird voraussichtlich der zweite Absteiger gefunden werden.

Die Sindelfinger Mannschaft hat am vergangenen Doppelspieltag mit einem 7:2-Erfolg beim TEC Waldau 2 dafür gesorgt, dass das für das Wochenende selbstgesteckte Minimalziel von einem Sieg erreicht worden ist. Nachdem man tags zuvor gegen den TC Rot-Weiß Kaiserslautern auf eigener Anlage eine mit vier im Match-Tiebreak hart umkämpften Einzeln (Anna Ceuca, Gwendolyn Fedel, Maja Issler und Natalie Drobny) erspielte Führung aus den Einzeln nicht zum Tagessieg führen konnte und somit 4:5 unterlegen war, ließ man den Kopf nicht hängen und ging auf der Waldau umso klarer und disziplinierter ans Werk.

„Nachdem Kaiserslautern stärker aufgestellt war als an den vorangegangenen Spieltagen, war uns klar, dass es gegen deren drei eingespielte und spielstarke Paarungen schwierig würde, ein Doppel zu gewinnen. Allerdings haben wir uns auch etwas zu leichtfertig abkochen lassen und keine gute Energie gezeigt – auch wenn der Gegner wie gesagt sehr stark gespielt hat. Hervorzuheben ist aber, dass uns die rein deutsche Begegnung mit der Waldau Spaß gemacht hat. Wenn man dann sieht, dass der aktuelle Tabellenführer Wiesbaden mit sechs Ausländerinnen gegen Neunkirchen auflief, könnten die Philosophien nicht unterschiedlicher sein“, so Marco Beetz.

Letztes Spiel gegen Mannheim

Der Tagessieg unterm Fernsehturm jedenfalls stand für Sindelfingen schon nach den Einzeln fest. „Alle Beteiligten kennen sich untereinander und wollen natürlich selbst gewinnen“, beschrieb Beetz die Ausgangslage des nach dem Rückzug der Doggenburg einzigen WTB-Derbys in der Regionalliga. Die fünf Einzelpunkte für das VfL-Team holten Anna Ceuca, Kathleen Kanev, Louanne Djafari, Gwendolyn Fedel und Maja Issler. Letztere duellierte sich dabei mit Sophie Schorm, die den VfL nach der letzten Saison verlassen hatte. Als Endergebnis festgehalten wurde ein 7:2.

Damit belegen Sindelfingen wie auch die Waldau vor dem letzten Spielwochenende mit 4:6 Punkten Nichtabstiegsplätze. Beide gehen davon aus, dass ihnen die bislang sieglose TC Grün-Weiss Mannheim nicht mehr gefährlich werden dürfte, zumal diese am Samstag noch auf den Tabellenführer trifft. „Da Wiesbaden mit allen Mitteln aufsteigen will und rechnerisch noch nicht sicher Meister ist, gehen wir davon aus, dass Grün-Weiss nicht gewinnen wird. Trotzdem wissen wir aus eigener Erfahrung, dass es auch anders laufen kann.

Deshalb werden wir unser letztes Saisonspiel am Sonntag, 21. Juni auf eigener Anlage gegen die MTG Blau-Weiß Mannheim professionell vorbereiten und möchten es auch gewinnen“, sagt Marco Beetz. „Wir werden jedenfalls unsere besten sechs verfügbaren Spielerinnen aufstellen – und wenn wir am Sonntagmorgen mit Blick auf die Tabelle feststellen, dass wir dann schon sicher sind, freuen wir uns umso mehr“, so der Teammanager und Abteilungsleiter.

 

Bild: Kathleen Kanev und ihre Kolleginnen setzen sich klar mit 7:2 gegen den TEC Waldau 2 durch.

Bild: photostampe

Quelle: Sindelfinger Zeitung/ Böblinger Zeitung online