Leichtathletik: Luise Herrmann auf den Spuren des Großvaters

Der Sindelfinger Nachwuchs ist mit 31 Platzierungen in der DLV-Rangliste vertreten

Der Maßstab für eine erfolgreiche Saison für einen Leichtathleten lässt sich an Platzierungen ablesen, speziell bei Meisterschaften. Die absolute Leistung über den Saisonverlauf spiegelt sich aber am besten in der Rangliste des Deutschen Leichtathletikverbandes wieder.

Mit 31 Platzierungen unter den besten 50 war hier der VfL-Nachwuchs so zahlreich vertreten wie seit weit über 10 Jahren nicht mehr. Dies zeigt einerseits, dass auch in Coronazeiten gute Trainingsmöglichkeiten gewährleistet wurden, andererseits aber auch die Findigkeit der Trainer in puncto Suche nach Wettkampfmöglichkeiten. So war beispielsweise Harald Olbrichs Läufertruppe in der Schweiz auf Meetings, es ist daher auch kein Zufall, dass viele Platzierungen aus dem Laufbereich kommen.

Hervorzuheben ist hier Paul Specht, dem es gelang als Zweiter über 1500 Meter, Dritter über 800 Meter, Dritter über 3000 Meter und Siebter über 5000 Meter gleich viermal in den Top10 der U20 zu erscheinen. Auch Kim Bödi steht schon lange in Reihen des VfL, mittlerweile sogar als Trainerin, Ihr gelang es sich dreimal einzutragen, Sie ist Neunte über 2000 Meter Hindernis, 29. über 1500 Meter und 43. über 3000 Meter. Zwei Mal schaffte es Langstrecklerin Mia Jurenka als Vierte über 5000 Meter und 16. über 3000 Meter. Die letztjährigen Neuzugänge schlugen auch gut ein, Paula Schönbucher platzierte sich auf Rang 36 über 5000 Meter. Noch erfolgreicher waren ihre der U18 angehörigen Kolleginnen, Nina Waltert konnte sich als Vierte über 2000 Meter Hindernis, Zehnte über 3000 Meter, Elfte über 1500 Meter und 28. über 800 Meter mit 4 Eintragungen sehr gut in Szene setzen. Toller Einstand im VfL-Trikot auch für Luise Eisenmann, die auf Platz 13 über 800 Meter, Platz 15 über 2000 Meter Hindernis und Platz 26 über 1500 Meter rangierte. Tim Hofmann wurde 18. über 1500 Meter und 49. über 800 Meter. Auch bei der jüngsten vom DLV erfassten Altersklasse, den M14 konnten sich VfL-Mittelstreckler platzieren, über 800 Meter landete Daniel Backers auf Platz 29, Ruben Berretta wurde 43.

Nicht einfach war das letzte Jahr für die Werfer, welche schwerlich nur Feld-Wald-und Wiesentraining absolvieren können, sondern ja doch für Technikeinheiten auf den Zugang zu den Wurfanlagen angewiesen sind. Dennoch auch hier erfreulich, dass es Speerwerferin Nina Nawroth in Ihrer letzten U20-Saison trotz Verletzung noch zu Rang 14 reichte. Auch Hammerwerferin Aileen Rupp konnte sich platzieren, für die Jurastudentin reichte es zu Rang 33. Erst seit einem Jahr im Hammertraining befinden sich Carl Küschall und Steffen Frölich, doch für die Schützlinge von Helmut Walentin reichte es bereits für die Ränge 31 beziehungsweise 43. Obwohl erst W14 schwingt Luise Herrmann den Hammer bereits seit 3 Jahren, Ihr Opa war bereits Olympiateilnehmer. Das Mädchen aus der Gruppe von Eckart Weiser platzierte sich auf Rang 9. Frisch dabei im Diskuswurf ist M14-Athlet Dominik Burkhardt auf dem 47. Platz.

Aus der Mehrkampfgruppe von Jan Erik Gans heraus schafften es zwei U18-Athleten in einer Einzeldisziplin, dem Stabhochsprung auch in die DLV-Bestenliste, Arne Dümmler und Kai Michalek stehen hier auf Rang 17 beziehungsweise Platz 49.

Gerade so in die hart umkämpfte Bestenliste der U20-Sprinter schaffte es Erik Joos als 49. über 100 Meter. Bei den M15 landete Paul Spechts jüngerer Bruder Lennart über 300 Meter Hürden auf dem 16. Platz, über 80 Meter Hürden wurde es bei den M14 Rang 20 für Tammes Ripke.

Auch den Verbandsverantwortlichen sind diese Leistungennicht verborgen geblieben und daher gab es auch einige Kaderberufungen für das nächste Jahr. Tammes Ripke, Luise Herrmann und Daniel Backers sind im Landeskader2, in den LK1 wurden berufen Alexander Stepanov, Tim Hofmann, Mia Jurenka, Arne Dümmler und Kai Michalek. Auf Bundesebene vorgedrungen sind Nina Waltert und Luise Eisenmann. Sie haben es in den Nachwuchskader 2 geschafft. Eine Stufe darüber im NK1 hat sich Paul Specht schon etabliert.

Quelle: SZ/BZ-Online

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