Kugelstoßer in Halle
Die Sindelfinger Leichtathleten feiern einen erfolgreichen Saisoneinstieg bei dem Sportfest. Die VfL-Sprintstaffel der Frauen kann für den DM planen.
Der Saisoneinstieg zahlreicher Sindelfinger Leichtathleten ist geschafft – für die Läufer und Sprinter beim Läufermeeting des LV Pliezhausen über selten gelaufene „krumme“ Strecken und für die Werfer bei den Halleschen Werfertagen.
Heraus sticht eine Teamleistung: Die Sindelfinger Frauen zeigten mit der 4×100-Meter-Sprintstaffel einen starken Auftritt und traten erstmals mit den beiden Neuzugängen Abigail Adjei und Sabrina Heil an. Komplettiert wurde das Sindelfinger Quartett von Nachwuchstalent Pauline Zoll und der mehrfachen Deutschen Meisterin Jessica-Bianca Wessolly. Gestoppt wurden 45,36 Sekunden, so schnell war in diesem Jahr noch keine Frauenstaffel. Außerdem dürfen die Sindelfingerinnen schon jetzt mit den Deutschen Meisterschaften planen. „Ich bin zufrieden. Unsere Zeit ist gut für den Einstieg, wir hatten sichere Wechsel, da können wir auf jeden Fall noch mehr riskieren, dass es bei der DM dann unter 45 Sekunden geht“, so Jessica-Bianca Wessolly. Ihren ersten Wettkampf über die 200-Meter-Strecke wird die Sprinterin am Sonntag in Brüssel bestreiten.
Trainer-Lob für Sabrina Heil
Dominik Wiedenmann sorgte über die 1000 Meter der U18 für einen Sindelfinger Sieg und überzeugte mit seinem Schlussspurt. Er war 2:27,01 Minuten schnell. „Mit dem Lauf bin ich sehr zufrieden. Das ist eine top Zeit für die U18.Ich bin mutig gelaufen und es hat Spaß gemacht“, so der Sindelfinger, der in guter Frühform ist und im Sommer viel vorhat. Über die 3000 Meter überzeugte Katja Bäuerle. Sie lief in 9:14,03 Minuten auf den zweiten Platz. „Ich bin unter dem Strich zufrieden mit dem zweiten Platz und konnte auch an meine Hallenzeit anknüpfen. Ich hatte mir trotzdem erhofft, etwas schneller zu laufen aber die Beine waren nicht ganz da.“ Einen guten Saisoneinstieg zeigte auch Langhürden-Ass Sabrina Heil. Sie war über die selten gelaufenen 300-Meter-Hürden 40,97 Sekunden schnell. „Das war ein sehr guter Lauf und geht in die richtige Richtung“, so Trainer Sebastian Marcard.
Kurt Lauer war im international besetzten 2000-Meter-Hindernisrennen am Start. Die ungewohnt kurze Hindernisstrecke absolvierte er in 5:41,90 Minuten und wurde Zehnter. Fünfte über die 2.000-Meter-Hindernis der U20 in 7:05,46 Minuten wurde Grace Wagener
Erst sorgte er über die 1000 Meter als Tempomacher für das richtige Tempo, anschließend ging er über die 300-Meter-Strecke an den Start. 800-Meter-Läufer Johannes Hein ist zufrieden mit seinem Saisoneinstieg. „Im Training haben wir bisher vor allem Ausdauer und wenig Rennspezifik gemacht. Die 300 Meter waren ein kleiner Leistungstest, und zumindest war ich ein bisschen besser als letztes Jahr, also ich bin optimistisch für die nächsten Wochen“, sagt Hein, der in 35,54 Sekunden auf Platz sieben lief.
Sprinterin Pauline Zoll trat als U20-Athletin im 80-Meter-Rennen der Frauen an und wurde in 9,97 Sekunden Zehnte. „Ich bin nicht ganz zufrieden, aber insgesamt war es von der Atmosphäre her ein sehr schöner Wettkampf und auf jeden Fall ein guter Einstieg in die Saison. Das Training läuft gerade sehr gut, ich fühle mich fit und freue mich auf die anstehenden Wettkämpfe“, so Zoll. Dahinter lief Abigail Adjei nach ihrer Verletzungspause im Winter in 10,15 Sekunden auf Platz zwölf. Nachwuchstalent Nathalie Schmidt trat über die 600-Meter-Strecke an und war gute 1:37,04 Minuten schnell.
Kugelstoßer Eric Maihöfer wird Dritter in Halle
Bei den Werfertagen in Halle an der Saale traten einmal mehr die beiden Sindelfinger Kugelstoßer Eric Maihöfer und Tizian Lauria in einem international besetzten Feld gegeneinander an. Wie schon oft, zumindest in Halle, mit dem besseren Ende für Eric Maihöfer. Er wuchtete seine Kugel auf 19,58 Meter und wurde hinter einem Briten und einem Schweden mit Platz drei bester Deutscher. Auf Rang sechs folgte mit 19,32 Metern Tizian Lauria. „Der Saisoneinstieg ist geschafft. Ganz zufrieden sind wir noch nicht, die Platzierung war schon gut, aber mit der Weite bin ich noch nicht so zufrieden“, so Maihöfer. Er kommt gerade aus einem zweiwöchigen harten Trainingslager in Albufeira in Portugal zurück. „Für den ersten Wettkampf kann man damit arbeiten. Das Training läuft soweit gut, langsam machen wir auch wieder vermehrt Schnellkraftübungen, was sich die nächsten Wochen dann hoffentlich im Wettkampf zeigt“, so der Sindelfinger weiter. Er hat in diesem Jahr die Europameisterschaften in Birmingham im Blick, für die Direktnorm müsste er aber 20,80 Meter weit stoßen. Nicht zufrieden mit ihrem Hammerwurfwettkampf war Luise Herrmann, sie blieb mit 58,69 Metern deutlich unter der 60-Meter-Marke und am Folgetag im U23-Wettkapmf ohne gültigen Versuch.
Bild: Der Sindelfinger Dominik Wiedenmann läuft über 1000 Meter der Konkurrenz davon.
Bild: Schüttke
Quelle: Sindelfinger Zeitung/ Böblinger Zeitung online