Die HSG verliert bei der Premiere von Trainerin Sarah Wild deutlich.
Die Handballerinnen der HSG Böblingen/Sindelfingen haben ihren Saisonauftakt mit Karacho in den Sand gesetzt. In eigener Halle bekam das Team von Sarah Wild gegen den Aufsteiger TSG Wiesloch eine unerwartete 27:38-Abreibung verabreicht. „Das war heute 60 Minuten von unzähligen Fehlern geprägter Handball“, versuchte die neue Trainerin erst gar nichts schönzureden.
Die bittere Erkenntnis für Sarah Wild war, dass ihre Mannschaft zu keinem Zeitpunkt der Partie in Führung lag. Bis zur siebten Minute und dem 3:3 von Mascha Heiser waren die Bösis dran, sahen danach aber nur noch die Hacken ihrer Gegenspielerinnen. „Der Gegner hatte körperliche Vorteile und war vor allem deutlich eingespielter als wir“, versuchte die HSG-Trainerin den Auftritt ihres Teams zu erklären. „Wir haben heute den Preis dafür gezahlt, dass wir den kompletten August bis in den September hinein aufgrund von Urlauben nur in Kleingruppen trainieren konnten.“
HSG wehrt sich nach Kräften
Das Bemühen konnte und wollte Sarah Wild ihren Schützlingen nicht absprechen. Die HSG wehrte sich nach Kräften, lag zur Pause mit 14:17 hinten und war kurz nach Wiederanpfiff und einem Doppelschlag von Mascha Heiser und Chloé Bohner sogar wieder auf 16:17 (32.) dran. Sieben Minuten später war die Partie aus Sicht der Gastgeberinnen aber schon verloren. Mit einem 7:0-Lauf zogen die Wieslocherinnen der HSG den Zahn. „Zu viele technische Fehler, zu viele verworfene Freie“, haderte Sarah Wild.
Während die Gäste in der Folge weiterhin Lust hatten auf Handball, klappte bei den Bösis kaum noch etwas. „Die Ballgewinne waren da, unser Abschluss war aber katastrophal“, bemerkte die Bösi-Trainerin. Zumindest Torhüterin Leni Hagenlocher wusste sich noch ein paar Mal auszuzeichnen und verhinderte mit ihren Paraden ein komplettes Fiasko. Gründe, auf das 27:38-Debakel positiv zurückzublicken, bestanden nach dem Schlusspfiff dennoch keine. „Das ist nicht der Saisonstart, den wir uns erhofft hatten“, sagte Sarah Wild kleinlaut.
Ob ihr die nun folgende dreiwöchige Spielpause zupass kommt, wusste die HSG-Trainerin nicht so recht zu beantworten. „Einerseits ja, da wir endlich das Sechs-gegen-Sechs eintrainieren können. Auf der anderen Seite ist es aber auch schwierig, Testspielgegner zu bekommen. Wir versuchen das Beste aus der Situation zu machen.“
HSG – TSG Wiesloch 27:38
HSG Böblingen/Sindelfingen: Kilper, Hagenlocher (beide im Tor); Golasch, Mayer, Heiser (8 Tore/davon 4 Siebenmeter), Julia Zeller (1), Münch (1), Stoll (4), Stauder (1), Hilf (6), Bohner (3), Schandl (3), Matziol
Bild: Vier ihrer acht Treffer hat Hascha Meiser per Strafwurf erzielt.
Bild: photostampe
Quelle: Sindelfinger Zeitung/ Böblinger Zeitung online