Starke Leistung
Dabei muss das Quartett der VfL-Frauen in Celle auf Melanie Böhm und Jessica Bianca Wessolly verzichten.
Mit zwei Medaillen zum Saisonauftakt kehren die Sindelfinger Leichtathleten von den Deutschen Meisterschaften der Langstaffeln zurück. In Celle zugeschlagen haben die 4×400-Meter-Frauenstaffel und die 4×400-Meter-Mixed-Staffel und das, obwohl zwei Stammläuferinnen das Team nicht unterstützen konnten.
Melanie Böhm fehlte verletzt, Jessica Bianca Wessolly verpasste aufgrund von Prüfungen die Meisterschaften. „Es war klar, wir müssen für eine Medaille das maximal Mögliche erzielen. Das haben die vier jungen Frauen sehr gut gemacht und wir sind top zufrieden“, so Trainer Sebastian Marcard, der gleich zwei seiner 400-Meter-Hürdenläuferinnen nach Celle schickte.
Und so sorgten die VfL-Frauen für einen gelungenen Auftakt. In der Besetzung Rebecca Spieß, Lotta Mage und Sabrina Heil hatten sie eine Medaille fest im Blick, die starken Gegnerinnen aber auch. So blieb es lange spannend. „Durch Sabrinas super Endspurt konnten wir uns die Bronzemedaille holen. Da haben wir uns sehr darüber gefreut“, so Maja Louise Frirdich. Das Quartett war 3:47,88 Minuten schnell und musste nur die beiden Berliner Staffeln SCC Berlin und LG Nord Berlin ziehen lassen.
Auch zum Abschluss des Staffel-Tages lief eine Sindelfinger Staffel auf das Podium. Die 4×400-Meter-Mixed werden von den Blau-Weißen seit der Einführung dieser Disziplin begeistert und mit großem Erfolg gelaufen. Auch diesmal schickten die Sindelfinger wieder ein starkes Team an den Start, aus dem besonders der mehrfache Deutsche Meister Alexander Stepanov herausstach. Für einen schnellen Start sorgte Angelos David Tsimopoulos, er übergab das Staffelholz an Lotta Mage, an Position drei machte dann Alexander Stepanov viel Boden gut, arbeitete sich Stück für Stück nach vorne und übergab an Schlussläuferin Sabrina Heil. Die lief auf den letzten 100 Metern auf Position zwei und konnte die Silbermedaille bis ins Ziel verteidigen. Mit 3:27,42 Minuten dürfen sich die Sindelfinger nun Deutsche Vizemeister nennen.
Lotta Mage freut sich über den Teamgeist
In beiden Rennen auf Position zwei lief Lotta Mage. „Wir sind aus dem Aufbautraining gekommen, da weiß man nicht so recht, wo stehen wir und wo die anderen“, so die Langhürdenläuferin. Sie ist zufrieden mit der ersten Standortbestimmung. „Wir hatten das klare Ziel, mit den beiden Staffeln eine Medaille zu machen, und es war echt knapp und sehr spannend. Aber am Ende einfach toll, als Team zwei Medaillen zu holen.“ Mage schwärmt vom Teamgefühl: „Ich finde es immer cool, dass wir zu den Langstaffelmeisterschaften als Team gehen, sonst steht ja immer die Einzelleistung im Fokus und so macht es dann nochmal mehr Spaß.“
Für Maja Louise Frirdich war der Einsatz in Celle ein ganz besonderer: „Als ich vor drei Jahren mit dem Laufen angefangen habe, habe ich mir das Ziel gesetzt, einmal bei den Deutschen Staffelmeisterschaften an den Start zu gehen“, so die 25-Jährige, die spät mit der Leichtathletik begonnen hat. Am Wochenende kam sie dann gleich zwei Mal zum Einsatz. Neben der 4×400-Meter-Medaille auch gute drei Stunden später im 3×800-Meter-Rennen. Hier zeigte auch Nachwuchsläuferin Nathalie Schmidt ihr Debüt bei den Frauen. Das Team komplettierte Luise Eisenmann. „Das war ein guter Einstieg für uns drei. Ich habe aber die 400 Meter schon noch sehr in den Beinen gemerkt.“
In 7:06,57 Minuten landete das Team auf Platz 15. Enttäuscht waren Johannes Hein, Kurt Lauer und Velten Schneider nach ihrem 3×1.000-Meter-Rennen. Sie hatten sich deutlich mehr erhofft. Kurt Lauer war kurzfristig erkrankt, wollte aber unbedingt mit der Staffel an den Start gehen. Im Rennen verließ ihn aber schnell die Kraft und er konnte das Staffelholz weit abgeschlagen vom Feld an Velten Schneider übergeben. Der sammelte noch zwei Mannschaften ein und lief in 7:32,76 Minuten auf Platz zwölf.
Bild: Vizemeister in Celle: Die Sindelfinger Mixed-Staffel in der Besetzung Lotta Mage, Sabrina Heil, David Tsimopoulos und Alexander Stepanov (von links).
Bild: Ralf Görlitz
Quelle: Sindelfinger Zeitung/ Böblinger Zeitung online