Fußball: VfL ist mittendrin im Abstiegskampf

Jetzt wird es ungemütlich! Nach der vierten Niederlage in Serie, 1:2 gegen den SC Geislingen, hat der VfL Sindelfingen den vorläufigen Tiefpunkt erreicht.

 

Die immer wieder gleichen Fehler, vor allem die Schwäche bei gegnerischen Standards, haben das Team von Thomas Siegmund nahe an den Abgrund geführt. Und einmal mehr verpassten es die Sindelfinger, einer überzeugenden ersten Halbzeit eine zumindest solide zweite Halbzeit folgen zu lassen. Entsprechend konsterniert blickte der VfL-Coach nach dem Schlusspfiff drein. „Der Gegner entschuldigt sich bei uns, dass er gewonnen hat – das sagt alles.“

Guter Beginn

Tatsächlich waren den Sindelfingern im ersten Durchgang weder die jüngsten Niederlagen noch die vielen personellen Ausfälle anzumerken. Die Hausherren dominierten vom Anpfiff weg und erspielten sich allerbeste Möglichkeiten. Als Schiedsrichter Nils Temme (TV Belsen) die erste Halbzeit abpfiff, blickte der VfL-Tross auf Lattentreffer von Hakan Kilinc und Artan Ademi, zwei Hundertprozentige von Tahir Bahadir sowie einen Traumfreistoß von Gianluca Gamuzza (26.) zur 1:0-Führung zurück. „Für die Qualität unserer Chancen war das definitiv zu wenig“, hatte Thomas Siegmund bereits eine böse Vorahnung.

Sein Gefühl sollte ihn nicht täuschen. Oliab Calemba verpasste in der 50. Minute noch das mögliche 2:0, ehe die Hausherren minütlich abbauten. Das wiederum wunderte den Sindelfinger Trainer überhaupt nicht. „Mir fehlen insgesamt elf Spieler. Und einige der Jungs, die dabei sind, haben gar nicht die Kraft, um 90 Minuten durchhalten zu können.“

Erneute Standardschwäche

Zum Verhängnis wurden den Hausherren aber nicht die fehlenden Körner, sondern einmal mehr die eklatanten Probleme bei ruhenden Bällen des Gegners. In der 66. Minute segelte ein Eckball der Gäste durch den Strafraum, den Malik Eyüpoglu halb mit dem Hinterkopf, halb mit dem Rücken zum 1:1 über die Linie drückte. In der 88. Minute zirkelte der starke Geislinger Kapitän Mert Özdemir einen Freistoß nach innen, den Marcel Mädel per Kopf zum 2:1-Siegtreffer nutzte. „Vorne bekommen wir es nicht hin, hinten lassen wir wiederholt die gleichen Tore zu“, zog Thomas Siegmund ein ernüchterndes Fazit.

VfL Sindelfingen: Bachmann, Kilinc, Hamann, Qorri, Kotecki (73. Yasin Bakacs), Gashi, Gamuzza, Bünyamin Bakacs, Calemba (60. Ongert), Ademi, Bahadir (82. Schultz)

 

Bild: Der VfL liegt am Boden, während sich die Geislinger über den 2:1-Sieg im Sindelfinger Floschenstadion freuen.

Bild: Stampe

Quelle: Sindelfinger Zeitung/ Böblinger Zeitung online