Der VfL macht in Unterzahl in Echterdingen zumindest den Klassenerhalt in der Landesliga perfekt.
Die zwei Gesichter des VfL Sindelfingen: Eine Woche nach dem indiskutablen Auftritt gegen den FV Neuhausen traten die Sindelfinger im Duell beim TV Echterdingen wie verwandelt auf. Zwar kassierte die Mannschaft von Thomas Siegmund drei Gegentore, erzielte aber auch deren fünf – drei davon sogar in Unterzahl – und hat nun zumindest das Abstiegsgespenst endgültig verjagt. „Das war nach dem blutleeren Auftritt zuletzt auf vielen Ebenen die richtige Reaktion des Teams“, war der VfL-Coach besänftigt.
Im Vorfeld musste Thomas Siegmund gar nicht so viel machen, da sich seine Spieler ihres katastrophalen Auftritts durchaus bewusst waren. Auf Wiedergutmachung aus starteten die Gäste gut in die Partie und gingen durch Tobias Kubitzsch früh mit 1:0 in Führung. Zwar gelang TVE-Torjäger Caglar Celiktas der 1:1-Ausgleich, kurz vor der Pause schlug Bünyamin Bakacs aber erneut für den VfL zu.
Der besten Freistoß jemals
Auf der Kippe stand die Partie dann nach einer guten Stunde Spielzeit. Caglar Celiktas hatte soeben das 2:2 erzielt, als VfL-Rechtsverteidiger Hakan Kilinc nach einer Tätlichkeit mit Rot vom Platz musste. „Das Momentum war aufseiten des Gegners“, sagte Thomas Siegmund. In Unterzahl aber rauften sich die verbliebenen Sindelfinger zusammen und waren dabei sogar die bessere Mannschaft. Mit einem Freistoß aus 30 Metern genau in den Torwinkel erzielte Gianluca Gamuzza das 3:2 für die Gäste. „Vielleicht der beste Freistoß, den ich jemals live gesehen habe“, schwärmte Thomas Siegmund.
Das tat er noch mehr, als kurz darauf der einmal mehr überzeugende Bünyamin Bakacs auf 4:2 und Tahir Bahadir mit seinem 13. Saisontreffer auf 5:2 stellten. „Damit war das Spiel entschieden“, freute sich der Sindelfinger Trainer. Das 3:5 von Marvin Kuhn in der Schlussminute war nicht mehr als Ergebniskosmetik aus Echterdinger Sicht. „Toller Auftritt meiner Mannschaft, die auch alle fünf Tore schön herausgespielt hat“, schloss der VfL-Trainer zufrieden.
VfL Sindelfingen: Lüdemann-Ravit, Kilinc, Molitor, Dittrich, Brendle, Kubitzsch, Gamuzza (90. 4 Dreshaj), Bakacs, Simao (90. 2 Walter), Ademi (67. Maraslioglu), Bytyci (67. Bahadir)
Bild: Der einmal mehr überzeugende Bünyamin Bakacs zieht ab. Im Hintergrund Echterdingens Yannis Kalchschmidt.
Bild: Eibner-Pressefoto
Quelle: Sindelfinger Zeitung/ Böblinger Zeitung online